Deutscher Exportüberschuss mit Schwerpunkte USA, UK und Frankreich

Konjunktur-


Der Handel mit den USA nahm im Jahr 2015 das größte Umsatzvolumen ein und somit waren die Vereinigten Staaten der wichtigste Handelspartner. Der deutsche Exportüberschuss hatte einen eindeutigen Schwerpunkt im Handel mit den USA, Großbritannien und Frankreich.

Gewinne

USA, Vereinigtes Königreich und Frankreich lassen offenbar am meisten anschreiben

Das meiste exportierte Kapital gelangte in die USA

Im Jahr 2015 fuhren die deutschen Export-Unternehmen einen neuen Rekord-Leistungsbilanzüberschuss ein. Um knapp 248 Milliarden Euro (fast 214 Mrd. Euro im Jahr 2014) überragte das Volumen der exportierten Güter die der importierten Waren und Dienstleistungen. Anteilig waren die Handelsbilanzüberschüsse bei den USA, Großbritannien und Frankreich am höchsten.

Das Handelsvolumen mit den USA betrug lt. vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Jahr 2015 173,2 Milliarden Euro. Damit waren die Vereinigten Staaten für die deutsche Wirtschaft der größte Handelspartner, gefolgt von Frankreich (170,1 Mrd. Euro) und den Niederlanden (167,6 Mrd. Euro).

Die USA importierten von der deutschen Industrie Güter im Wert von 113,9 Mrd. Euro. Der Export nach Frankreich umfasste ein Handelsvolumen von 103 Mrd. Euro und gen Vereinigtes Königreich wurden Güter im Wert von 89,3 Mrd. Euro verschifft.

China war im Jahr 2015 auf der Import-Seite der größte Handelspartner für die deutsche Wirtschaft. Aus dem Reich der Mitte gelangten Warten im Wert von 91,5 Milliarden Euro in das Gebiet der BRD. Knapp dahinter folgt Niederlande mit 88,1 Mrd. Euro und im Anschluss Frankreich mit 67 Mrd. Euro.

USA, UK und Frankreich schreiben am kräftigsten an

Der im Jahr 2015 erwirtschaftete Leistungsbilanzüberschuss wurde zu rund 22 Prozent durch den Handel mit den USA gebildet. Die deutsche Industrie exportierte in die USA weitaus mehr Waren und Güter als auf dem umgekehrten Wege über den Atlantik ankamen. Der anteilige Handelsbilanzüberschuss mit den USA summierte sich auf 54,6 Milliarden Euro. Der Handel über den Ärmelkanal resultierte in einem Überschuss von 51 Mrd. Euro und das Verhältnis mit dem Nachbarn Frankreich wies im Jahr 2015 eine Schieflage von 36 Mrd. Exportüberschuss auf.

Die Handelsbeziehungen mit USA, UK und Frankreich resultierten somit in einem Überschuss von 141,6 Mrd. Euro, bzw. fast 82 Prozent des gesamten erwirtschaftete Exportüberschusses.

USA sind mit rund 19 Billionen US-Dollar verschuldet (knapp 105% des BIP), UK erreichte im Jahr 2015 eine Schuldenquote von rund 91 Prozent des BIP und Frankreich 97 Prozent. Exportüberschüsse sind exportiertes Kapital, bzw. „angeschriebene Schulden“, der finanzielle Ausgleich ist ungewiss.

Der Umstand, dass es sich mit den größten Nutznießern der deutschen Wirtschaft um die drei Siegermächte handelt, lässt vermuten, dass ein Ausgleich der aus der Arbeitsleistung der BRD-Arbeitnehmer erreichten Exportüberschüsse überhaupt nicht angestrebt wird.





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