Deutsche Wirtschaft kann sich noch als stabil behaupten

Deutsche Konjunktur 2012 / 2013-


Trotz aller Turbulenzen während der heftigen Eurokrise im Jahr 2012 konnte Deutschland dennoch ein Wachstumsplus erreichen. Das i-Tüpfelchen wider alle Erwartungen bildet dabei der Haushaltsüberschuss in Höhe von 2,2 Milliarden Euro. Der Konjunktur für 2013 wird ein sehr schwaches erstes Halbjahr mit einem beschleunigten Wachstum bis zum Jahresende prophezeit.

„Der Fels in der Brandung“ bewegt sich dennoch

Konjunktur
Stabile Insel im Sturm der Schuldenkrisen

Die „Zahlenkombination des Tages“ lautet: 0,7 – 0,1 – 0,5. Das deutsche Wirtschaftswachstum betrug 2012 0,7 Prozent, der Gesamthaushalt erwirtschaftete einen Überschuss um 0,1 Prozent und für 2013 wird ein Wachstum von 0,5 Prozent erwartet.

Das Statistische Bundesamt (Destatis) veröffentlichte heute die vorläufigen Ergebnisse zur Konjunktur 2012 mit. Demnach konnte der Zuwachs beim realen Bruttoinlandsprodukt (BIP) den Wert von 2011 mit plus 3,0 Prozent um Längen nicht erreichen.

Für etwas mehr Überraschung sorgte das Verhältnis zwischen Neuverschuldung und den Einnahmen. Während besonders in Südeuropa die Euro-Mitgliedsstaaten um das nackte Überleben kämpften, stand Deutschland dank einer noch sehr stabilen Konjunktur auf festen Beinen. Insgesamt nahmen Bund, Länder, Gemeinden und die Sozialkassen im Jahr 2012 mehr ein als ausgegeben wurde.

Auf der „Schlussrechnung“ bleibt demnach ein Plus von 2,2 Milliarden Euro als Überschuss. Das entspricht 0,1 Prozent. Im Jahr 2011 blieb der gesamtdeutsche Haushalt noch auf einem Minus von 0,8 Prozent sitzen. Kehrte man wieder nach den einst vorgegebenen Grenzwerten lt. Maastrichter Verträge zurück, wäre der Abstand zu einem maximal erlaubten Defizit von 3,0 Prozent sogar noch vergrößert worden.

Für das Jahr 2013 wurde zu den Prognosen etwas auf die Bremse getreten. Während sich die Einschätzungen der Ökonomen zum diesjährigen Wachstum zwischen 0,6 und 0,8 Prozent bewegten, erwartet die Bundesregierung lt. Handelsblatt (Dienstag) nur noch einen Wert von 0,5 Prozent. Dabei soll nach ein sehr schwaches erstes Halbjahr eine deutliche Beschleunigung während der zweiten Jahreshälfte eintreten, die letztendlich das Schlussquartal 2013 einen Zuwachs zum BIP um rund 1,25 Prozent einbringen wird.

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