Deutsche Goldbestände sollen nach Frankfurt gebracht werden

Bundesbank Gold-


Das zuletzt im Oktober 2012 hochgekochte Thema zu den in ausländischen Notenbanken eingelagerten deutschen Goldreserven erhält nun eine Fortsetzung. Die angekündigte Rückholung der Goldbestände nach Frankfurt nimmt nun konkrete Züge an. Große Mengen Gold sollen aus New York überschifft und die Goldreserven in Paris sogar vollständig zurück geführt werden.

Rückholung der deutschen Goldbestände nach Frankfurt

Goldreserven
Goldbestände sollen Heim geholt werden

Aus der grauen Theorie wird scheinbar greifbare Praxis. Bereits im Herbst letzten Jahres wurde vom Bundesrechnungshof die Diskussion über die Bestände der Goldreserven der Deutschen Bundesbank losgetreten.

Bis dato existiert der Nachweis der vorhandenen deutschen Goldbestände in New York, London und Paris lediglich auf dem Papier.

Den Angaben der Bundesbank nach sollen sich von den insg. 3.396 Tonnen Gold 45 Prozent in den Lagerräumen der Federal Reserve (Fed) in New York, 13 Prozent in der Bank of England in London und 11 Prozent in der Banque de France in Paris befinden. Mit 31 Prozent lagern im heimischen Frankfurt weniger als ein Drittel der deutschen Goldbestände.

Eine Begutachtung vor Ort wurde zuletzt für die Lagerstätten in Großbritannien und Frankreich mit der subtilen Begründung, es gäbe keine geeignete Besucherräume, abgelehnt.

Nachdem der Bundesrechnungshof den Druck erhöhte, lenkte die Bundesbank ein und beschloss die Rückholung von Teilmengen der Goldbarren, um deren Beschaffenheit stichprobenartig zu untersuchen. Letztendlich gab die Bundesbank („unter Protest“) bekannt, jährlich 50 Tonnen Gold aus den ausländischen Lagerstätten der jeweiligen Zentralbanken nach Deutschland zurück holen zu wollen. Immerhin bestünden „keine Zweifel an der allerhöchsten Reputation und Bonität“ der Notenbanken in den USA, Großbritanniens und Frankreichs.

Im Hintergrund scheinen nun konkrete Pläne für die Zukunft der deutschen Goldbestände ausgearbeitet worden zu sein. Demnach gäbe es lt. Informationen des Handelsblatts (Dienstagsausgabe) ein Konzept, das am Mittwoch der Öffentlichkeit vorgestellt werden soll. Bereits jetzt zeichnet sich ab, dass die Goldbestände in New York reduziert werden und dem Goldlager in Paris eine Auflösung bevorsteht.

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Bild: tarifometer24.com

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