Der Motor der deutschen Industrie gerät ins Stottern

Konjunktur-


Die Wirtschaftsdynamik bis Ende 2017 ist inzwischen verpufft. Die Rückgänge bei den Auftragseingängen des Verarbeitenden Gewerbes setzte sich auch im Juli 2018 „überraschend“ fort.

Wirtschaftsexperten suchen nach Gründen

Ökonomen
Großes Ratespiel der Ökonomen

Der Motor der deutschen Industrie fängt das Stottern an und die „Wirtschaftsbeobachter“ geben sich überrascht über den unrunden Lauf sowie den Ursachen dafür. Die Aufträge in der Industrie sind im Juli 2018 gegenüber dem Vormonat um 0,9 Prozent geschrumpft. Damit setzte sich der Abschwung seit dem Beginn 2018 mit Überraschung so mancher Experten fort. Die Gründe für die Annahme einer Zunahme bei den Auftragseingängen nach dem Rückgang um 3,9 Prozent im Juni haben offensichtlich nicht gegriffen.

Das Bundeswirtschaftsministerium stellte lediglich eine merkliche Abschwächung bei den Auftragseingängen im Verarbeitdenen Gewerbe nach einem „sehr dynamischen zweiten Halbjahr 2017“ fest. Nun spekulieren die Experten des Ministeriums neuerlich über Gründe. Es handelte sich offenbar u.a. um eine globale Verunsicherung aufgrund der vorherrschenden Handelskonflikte.

Einen Rückgang habe es bei den Bestellungen von Neufahrzeugen gegeben. Daruch gerieten die Zulassungen ins Stocken, vor allem aufgrund der neuen Regeln für die Abgaswerte.

Die im Verarbeitenden Gewerbe eingegangenen Aufträge aus dem Euroraum gingen im Juli um 2,7 Prozent zurück. Die Zahl der Auftragseingänge von außerhalb der Eurozone schrumpfte um 4 Prozent. Der Binnenmarkt dagegen gewann durch um 2,4 Prozent gestiegene Auftragszahlen etwas an Schwung.

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) senkte am Donnerstag prompt die eigenen bisher aufgestellten Prognosen zum Wirtschaftswachstum ab. Das noch im Frühsommer angenommene Wachstum von 1,9 Prozent im Jahr 2018 ist nun auf 1,8 Prozent korrigiert. Zuvor senkte das DIW im Juni die selbst aufgestellte Weitsicht zum Wirtschaftswachstum von vormals 2,4 Prozent auf bisher gegoltenen 1,9 Prozent ab.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Wir benutzen Cookies für die Verbesserung der Nutzerfreundlichkeit. Durch Ihren Besuch stimmen Sie dem zu.