Der „Gutmensch“ folgt der „Lügenpresse“ – Unwort des Jahres 2015

Sprachgebrauch-


Das Unwort des Jahres 2015 steht fest. Der „Gutmensch“ wurde zur „Scheußlichkeit“ im deutschen Sprachgebrauch. Die Jury sieht in dieser Bezeichnung eine Diffamierung der hilfsbereiten Menschen in der Flüchtlings-Frage.

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Pauschale Aburteilung durch die „Gutmensch“-Bezeichnung

Im vergangenen Jahr stellte die Jury aus Sprachwissenschaftlern das Wort „Lügenpresse“ auf das Podest des „Unwortes des Jahres“ für 2014. Das Unwort des Jahres 2015 lautet „Gutmensch“.

Als Gutmenschen wurden 2015 insbesondere auch diejenigen beschimpft, die sich ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe engagieren oder die sich gegen Angriffe auf Flüchtlingsheime stellen, so die Begründung der Jury. Die Bezeichnung „Gutmensch“ ist jedoch kein Novum. Bereits 2011 war „Gutmensch“ ein Favorit, schaffte es allerdings nur bis auf Platz 2. (Platz 1: „Döner-Mord“).

Der Begriff „Gutmensch“ sei zu diffamierend. Mit dem Vorwurf „Gutmensch“, „Gutbürger“ oder „Gutmenschentum“ werden Toleranz und Hilfsbereitschaft pauschal als naiv, dumm und weltfremd, als Helfersyndrom oder moralischer Imperialismus diffamiert, urteilten die „Wächter des deutschen Sprachgebrauchs“.

Aus den 669 vorgeschlagenen Wörtern schafften es auch die Begriffe „Hausaufgaben“ (in Bezug auf Griechenland-Krise) sowie „Verschwulung“ auf die vordersten Positionen.





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