Der Eurokurs liegt zwischen Rom und Frankfurt

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Die Einheitswährung Euro konnte von der Regierungsbildung in Italien leicht profitieren. Der gegenüber dem Dollar gewonnene Kurswert könnte bereits am kommenden Donnerstag wieder abrasiert werden. Die EZB will über den Leitzins entscheiden und damit dem Eurokurs wieder einen Dämpfer verpassen.

Eurokurs gerät zwischen Entscheidungen in Rom und Frankfurt

Euroentwicklung
Dem Eurokurs bleibt nicht viel Spielraum

Diese Woche könnte der Euro zum Ping Pong Ball zwischen der Regierungsbildung in Italien und der am Donnerstag möglichen Absenkung des Leitzinssatzes werden. Offenbar hat die nun (temporär?) gefestigte Regierungsbildung in Italien für etwas Aufwind zur „dahin trudelnden“ Einheitswährung Euro gesorgt. Am Dienstag konnte die gemeinschaftliche Währung der Eurozone gegenüber der US-Währung etwas zulegen und kletterte zeitweise bis auf 1,312 Dollar.

Der Push wird voraussichtlich ausbleiben. Für einen anhaltenden Anstieg des Außenwerts sprechen die nach wie vor einbrechenden Konjunkturen zahlreicher Mitgliedsländer sowie die nun höhere Wahrscheinlichkeit, dass die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag den Leitzins doch von derzeit 0,75 auf 0,50 Prozent absenken könnte.

Die Diskussionen über Notwendigkeit und Sinn einer weiteren Reduzierung des Hauptrefinanzierungszinssatzes gingen weit auseinander. Das Für und Wider hielt sich ungefähr in der Waage. Doch die jüngsten Zahlen zur Teuerungsrate in Deutschland, die das Bundesamt für Statistik (Destatis) im April 2013 bei voraussichtlich 1,2% feststellte, könnte dann doch zum Auslöser für eine weitere Absenkung des Vorgabezines werden.

In Deutschland fällt die Teuerungsrate seit Dezember 2012 beständig nach unten und war bereits im März 2013 mit 1,4% auf einem sehr niedrigen Niveau. Diese Entwicklung spricht nicht gerade für eine prosperierende Konjunktur. Ähnliche Entwicklungen sind auch in weiteren Euro-Mitgliedsstaaten zu beobachten. Obwohl EZB-Direktor Jörg Asmussen bereits auf die äußerst begrenzte Wirkung einer Leitzinssenkung hinwies, könnte die „alte Schule“ der Ökonomie überwiegen und den EZB-Chef Mario Draghi zu einer Justierung des Leitzinses veranlassen.

In diesem Fall könnte der Euro gegenüber den anderen Währungen wieder etwas nachlassen und den kleinen Aufwind vom Dienstag eliminieren. Sparer und Anleger werden sich darauf hin auf eine weitere Welle aus Sparzinsabsenkungen einstellen dürfen. Ein gekappter Leitzins wird fast unverzögert zum Anlass genommen, die ohnehin schon mageren Guthabenszinsen auf Anlege- und Sparkonten noch weiter gen Keller zu schicken. Von positiven Realzinsen ist bereits bei der aktuellen EZB-Zinsvorgabe nichts mehr zu bemerken.

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Eurokurs liegt zwischen Rom und Frankfurt

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