Das System Griechenlandrettung kam bei den Rentnern an

Griechenlandrettung-


Die finanzielle Krise eines Landes bekommen in aller Regel die Schwächsten in der Gesellschaft besonders hart zu spüren. Wer fast schon nichts mehr hat, der wird am Ende gar nichts mehr besitzen. So auch in Griechenland, wo die Rentner der harten Gesetzgebung ausgeliefert sind, weil der Weg für den Steuereintreiber bequemer erscheint als der Besuch beim einflussreichen Oligarchen.

Schulden

Alte, Kinder und Kranke – Wehrlose werden zuerst geschröpft

Rentnerin droht der Verlust von Haus & Hof

Der Druck auf Griechenland zur Zahlung der zwangsweise auferlegten Schulden ist enorm und steigt mit jeder fälligen Zinszahlung noch weiter an. Die sogenannten Hilfsgelder durch sog. Geldgeber sind nichts anderes als Kredite von institutionellen Einrichtungen und privaten Großinvestoren. Diese pochen auf ihr „Recht“ der Rück- und Zinszahlungen. Die Risiken für diese Investoren sind denkbar gering. Dafür leisteten die Politiker der EU sowie der Bundesregierung ordentliche Schützenhilfe. Diese stellten den Steuerzahler u.a. durch die Schaffung des ESM an die vorderste Front.

In der Regel wird der Druck von oben über alle Zwischenstationen bis nach unten durchgereicht. Es erwischt stets den Schwächsten und so ist die Lage in Griechenland keine Ausnahme. In einer Gesellschaft bilden vor allem die Rentner eine äußerst wehrlose und auch unbeliebte Schicht. Sie beziehen Gelder und leisten nichts dafür, so die unterschwellige Botschaft. Die Lebensarbeitszeit davor samt aller Steuern und Abgaben zählt nicht.

Die Banken verzockten sich und brachten Griechenland einen Schuldenstand von rund 200 Prozent des BIP ein. Das für die Eurozone „systemrelevante Bankensystem“ musste mit Biegen und Brechen „gerettet“ werden. Wer zahlt die Zeche? Die Schwachen.

Während um die Oligarchen Griechenlands augenscheinlich ein hoher Bogen geschlagen wird, greift man sich eben die breite und bereits verarmte Masse der Bevölkerung, um die erforderlichen Gelder für den Schuldendienst an die Gläubiger („Helfer“) zu leisten. Ein Musterbeispiel über die Vorgehensweise präsentierte das griechische Magazin newsbeast.

In Deutschland erscheint es angesichts der zahlreichen Flohmärkte als völlig normal, wenn sich Menschen für den Verkauf von Hausrat und anderen Gegenständen an einem Platz versammeln. Nicht so in Griechenland. Hier bedarf es eines „Gewerbescheins“.

Renterin zu 10.000€ Strafe verdonnert – Wegen 3 Haushaltsgegenständen

So versuchte auch eine griechische Rentnerin ihre Haushaltskasse mit dem Verkauf von einigen Habseligkeiten etwas aufzubessern. Sie verfügt lediglich über 380 Euro mtl. durch die Rentenbezüge ihres Ehemannes. Sie leidet an Krebs, benötigt ständige Versorgung und hat nebenbei noch weitere Familienmitglieder zu versorgen. Die Rentnerin wollte einen Leuchter, ein Tablett und einen Glaskrug verkaufen. Es kam jedoch nicht dazu.

Die Polizei in Thessaloniki beendete ihre „Verkaufsorgie“, nahm sie Fest und führte sie auf das Polizeirevier ab. Die zum Verkauf gedachten drei Haushaltsgegenstände erhielt sie nicht zurück. Diese wurden „ordnungsgemäß“ vernichtet. Dafür wünschten ihr die Polizisten nach der Entlassung aus dem Polizeirevier ein „frohes Weihnachtsfest“. Dieser Vorfall ereignete sich am 22. Dezember. Nun steht die Rentnerin vor einer Strafzahlung in Höhe von 10.000,- Euro. Sollte sie das Geld nicht aufbringen können, werden Haus und Hof beschlagnahmt.

Dieser Fall ist kein Einzelfall, so der Journalist des griechischen Nachrichtenmagazins. Die Festnahme von „nicht autorisierten Händlern“ und das Verhängen von Strafzahlungen im Bereich von 10.000,- Euro sind die Regel.

„Europäische Werte“.





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