Das Geschäft mit über 1 Mio. Leiharbeitern floriert

Arbeitsmarkt-


Das Geschäft mit Leiharbeitern floriert. Ende 2017 waren mehr als 1 Millionen Menschen im Bundesgebiet bei einer Leiharbeitsfirma beschäftigt. Fast 3 Prozent aller Arbeitnehmer.

Innerhalb 10 Jahren stieg Leiharbeit um 43 %

Arbeitnehmer
Gefangen im Niedriglohnsektor

Ende 2007 wurden im Bundesgebiet rund 721.000 Leiharbeiter gezählt und mit Stand Ende 2017 wuchs die Zahl der weitergereichten Arbeitnehmer 1.021.589 Menschen, so die Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion. Das Schreiben liegt dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Montagsausgaben) vor. Damit stieg die Zahl der Leiharbeiter binnen 10 Jahre um 43 Prozent an.

Gemessen an der gesamten Beschäftigtenzahl im Bundesgebiet nahmen die Leiharbeiter zum Stichtag Ende 2017 einen Anteil von 2,8 Prozent ein. Eine überdurchschnittlich hohe Beschäftigung von Leiharbeitern weisen demnach die Firmen in der Metallbearbeitung vor. Dort lag der Anteil von Leiharbeit bei 14,9 Prozent. Nur knapp folgend sind die Bereiche Lagerarbeit und Post mit 12,0 Prozent.

Wer im zweiten Halbjahr 2017 in einem Leiharbeitsverhältnis stand, hatte mit hoher Wahrscheinlichkeit auch nach rund 3 Monaten keine neue Beschäftigung. Fast 40 Prozent der Leiharbeiter waren auch nach 90 Tagen Tätigkeit nach wie vor von der gleichen Leiharbeitsfirma „ausgeliehen“. Die anderen 60 Prozent haben zwischenzeitlich eine neue Firma gefunden, allerdings davon 40 Prozent lediglich in einer anderen Leiharbeitsfirma.

Ein „grandioser Erfolg“ von Agenda 2010

Mehr als 1 Millionen Leiharbeiter sind im Sinne der Agenda 2010 ein Erfolg. Im Sinne der Arbeits- und Einkommensqualität wäre das Verleihen von Arbeitskräften für die Bundesregierung jedoch ein Armutszeugnis, wenn keine Absicht dahinter gesteckt hätte. Das Drücken von Löhnen und das Fördern eines extremen Niedriglohnsektors ist gewollt. Agenda 2010 wurde „kreiert“ von der Bertelsmann Stiftung („Bundesbürger sind Globalisierungsgewinner„), exekutiert von Rot-Grün und von Schwarz-Rot bis heute beibehalten.


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