Credit Suisse schmiert ab – Riesenverlust im Jahr 2015

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Das Schweizer Bankenhaus Credit Suisse fuhr im vergangenen Jahr fast 3 Milliarden Euro Verlust ein und damit auch das größte Minus seit dem „Crashjahr“ 2008.

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Große Geldhäuser Europas derzeit auf steiler Abwärtsfahrt

Credit Suisse gesellt sich ins gemeinsame Boot

Der Credit Suisse, das zweitgrößte Kreditinstitut der Schweiz, erging es im Jahr 2015 ähnlich wie der größten Bank Deutschlands, der Deutschen Bank. Beide Geldhäuser hatten zum Jahresende ein dickes rotes Minus in den Bilanzen stehen, wobei das Schweizer Institut mit knapp der Hälfte davon gekommen ist.

Die Deutsche Bank ließ im vergangenen Jahr rund 6,7 Milliarden Euro auf der Strecke. Nun folgte die Credit Suisse mit ihrer Jahresbilanz und sieht dabei nicht viel besser aus. Die fast 3 Milliarden Euro Miese seien vor allem der Wertberichtigung der im Jahr 2000 durchgeführten Übernahme einer Investmentbank geschuldet. Die Korrektur betrug rund 3,8 Milliarden Euro.

Nach der Bekanntgabe des Milliardenverlustes ging es mit der Credit Suisse Aktie sehr schnell nach unten. Inzwischen erreichte das Wertpapier nach einem Abrutsch um gut 13 Prozent einen neuen Tiefstwert der vergangenen zwanzig Jahre.

Vermeintlich starke Kredithäuser in ebenso vermeintlich finanzstarken Ländern rutschen gemeinsam in die Tiefe. Zum gegenwärtigen Team im gemeinsamen Boot zählen inzwischen die Deutsche Bank, Credit Suisse, Commerzbank und UBS. Bei derartigen Kalibern wäre der hastig geschaffene „Rettungsschirm“ ESM (eigentlich für die Rettung der Länder gedacht) bereits bei einem crashenden Institut überfordert. Angesichts der Entwicklungen ist die an den Tag gelegte Eile der EU-Politiker, möglichst rasch eine Gemeinschaftshaftung (Steuerzahler) zu aktivieren, sehr verständlich.





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