China magnetisiert Gold und holt es aus den Märkten

Goldmarkt-


Gold bewegt sich wie magnetisiert von den Märkten der Welt in Richtung Fern-Asien. China läuft Indien den Rang als größter Goldimporteur weltweit ab. Während Neu Delhi sich selbst an die Kette legte, zog es Peking vor, die aus Papier-Gold umgewandelten Goldbarren in die heimischen Lager einzusortieren.

Goldbarren

China drückt auf ehemaliges Papiergold einen goldgelben Stempel drauf

Abgewickelte Gold-ETFs landen als Barren in China

Wäre Gold magnetisch, würde der größte Hufeisenmagnet in Peking zu finden sein. Das Reich der Mitte ist auf dem besten Weg Indien den Rang des Goldlandes Nummer Eins abzuringen und das noch zum Jahresabschluss.

Die Goldnachfrage ist lt. World Gold Council (WGC) im letzen Quartal weltweit um 21 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurück gegangen. Peking spielt hierbei eine gegenteilige Rolle. Indiens selbst auferlegte Repressionen gegen einen ausufernden Goldimport werden die importierte Goldmenge bis Ende 2013 gegenüber den ursprünglich angesetzten 1000 Tonnen um voraussichtlich 100 Tonnen reduzieren. Dagegen wird China die Goldvorräte um 1000 Tonnen angehoben haben.

Das Jahr 2013 ist noch nicht beendet, doch bereits jetzt kaufte China mehr von gelbem Edelmetall ein als im gesamten letztem Jahr. Die Nachfrage nach Goldmünzen und Schmuck durch Privatkunden ist ebenfalls ungebrochen.

Gigantische Goldnachfrage, aber dennoch fallender Goldkurs? Victor Thianpiriya, Gold-Analyst bei Australia & New Zealand Banking Group Ltd. in Singapur, hat eine einfache Antwort parat. Das Papiergold in Form von ETFs wird abgewickelt und das daraus resultierende Gold landet in China in physischer Form. Eine Menge davon fand wegen der großen Nachfrage nach Goldbarren seinen Weg nach China über Hong Kong, so Thianpiriya (Zero Hedge, 12.11.13).

Die von China importierten Goldmengen zwischen September 2011 und September 2013

Goldimporte China

Quelle: Zero Hedge

Eine große Rolle für die enorm angewachsene Goldnachfrage aus China sieht Philip Klapwijk, Geschäftsführer Precious Metals Ltd Insights in Hong Kong, im neuen Freihandelsabkommen Shanghai Zone. Hier sei eine Verschiebung der weltweiten Goldnachfrage weg von den USA und Europa in Richtung Asien zu beobachten. Die Nachfrage nach Goldschmuck, Münzen und Barren in China, Indien, Indonesien und Vietnam nimmt bereits einen Anteil von 60 Prozent der weltweiten Goldmenge ein. Im Jahr 2004 waren es lediglich 35 Prozent.

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Bild: tarifometer24.com
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