Chef-Ökonomen warnen vor EZB-Geldpolitik der Euro-Entwertung

Euro-Krise-


Eine Abwertung des Euros bewirke lediglich kurzfristige positive Effekte, aber stellte kein Rezept gegen die fundamentalen Probleme in der Eurozone dar. Die Chef-Ökonomen der Sparkassen-Finanzgruppe warnen vor der Wechselkursorientierung in der EZB-Geldpolitik.

EZB

Die EZB verfehlte mit einer Wechselkursorientierung die Ursachenbekämpfung

EZB-Politik könne weltweiten Abwertungswettlauf auslösen

Die von der Europäischen Zentralbank (EZB) angestrebte Abwertung des Euros bekämpfe lediglich die Symptome, aber nicht die Ursachen der Probleme in der Eurozone. Ein niedrigerer Wechselkurs könne einen Beitrag zur kurzfristigen Belebung von Nachfrage und Inflation beitragen, aber die eine Lösung der fundamentalen Probleme des Euroraums bietet diese Strategie nicht, so die Analyse der Chefvolkswirte der Landesbanken und des Deutschen Sparkassen- und Giroverband (DSGV).

Die zunehmende Wechselkursorientierung in der Geldpolitik könne einen „ruinösen Abwertungswettlauf“ mit allen damit verbundenen Risiken für die globale Finanzstabilität in Gang setzen, so die Warnung der Chef-Ökonomen. „Wenn mit der EZB jetzt mehr und mehr Zentralbanken weltweit offen oder verdeckt eine Abwertung ihrer Währung anstreben, kann sich dies zu einem unguten Wettlauf verstärken“, so Dr. Michael Wolgast, Chefvolkswirt des DSGV.

Auf die einseitigen Wechselkursziele müsse verzichtet, dafür eine internationale Koordinierung der Geldpolitik angestrebt werden. Darüber hinaus sei die Beschränkung der weltweiten Geldschöpfung notwendig.

Die positiven Effekte auf den Euro-Wirtschaftsraum durch eine Abwertung der Gemeinschaftswährung werden überschätzt. Die Abwertung leistete zwar Unterstützung für den Export, aber davon profitierte besonders Deutschland, während sich für die Länder der Peripherie kaum Effekte zeigten, so Dr. Jürgen Michels, Chefvolkswirt der Bayerischen Landesbank.





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