Bundesregierung wappnet sich für möglichen „Grexit“

Eurokrise – Griechenland-Austritt-

Die Bundesregierung bereitet sich auf „den schlimmsten Fall eines Griechenland-Austritts“ vor, bekräftigt aber das ausschließliche Bestreben, ein „Grexit“ zu verhindern. Mann wolle nicht grob fahrlässig handeln.

„Für alle Fälle“ vorbereitet sein

Euro Rettungsschirm
Euro-Schirm für Griechenland
soll klein gehalten werden

Das „Unwahrscheinliche wird nicht ausgeschlossen“. Die Bundesregierung nennt ausgearbeitete „Grexit“ Vorkehrungen als eine reine Vorsichtsmaßnahme, falls Griechenland doch aus der Euro-Gemeinschaft austreten sollte. Ein „Worst-Case-Szenario“ müsse jeder in der Tasche haben, falls nicht groß fahrlässig gehandelt werden sollte, folgert die Financial Times FTD in der Freitagsausgabe.

Ein Durchspielen aller möglichen Szenarien wäre ein richtiger Umgang, auch das Unverhoffte mit vorbereiteten Maßnahmen begegnen zu können. Dennoch wäre es für die Bundesrepublik von höchster Priorität einen Austritt Griechenlands zu vermeiden. Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) ließe keine Zweifel daran aufkommen, diese Haltung der Bundesrepublik auch beizubehalten.

Dennoch bewegt sich die Politik um Griechenlands Situation auf einem schmalen Grat. Der „Grexit“ wäre ein „Worst-Case“, aber eine nachgiebige Haltung für mehr Zeit und ggfs. weitere Hilfspakete sollen möglichst vermieden werden.

Der niederländische Finanzminister Jan Kees De Jager forderte im Interview mit der FTD (Donnerstag) Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) dazu auf, Lockerungen an den Sparvorlagen für Griechenland zu verweigern. Es müsse ein strikter Sparkurs beibehalten werden. Das war nur kurz bevor der griechische Regierungschef Antonis Samaras seinen Besuch in Berlin antreten wollte, um für mehr Zeit für die geforderten Reformen zu werben.

Bild: Kurt F. Domnik / pixelio.de

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