Bundeskabinett beschließt Mini-Jobs für Migranten

Migrantenkrise-


Das Bundeskabinett beschloss die Schaffung von 100.000 Arbeitsgelegenheiten für Migranten. Start soll der 01. August 2016 sein. Die Bundesagentur für Arbeit übernimmt die Organisation. Die Zuwanderer sollen an den Arbeitsmarkt herangeführt werden und zum Gemeinwohl beitragen.

Bevorzugt sind Asylbewerber mit langen Prüfungsverfahren

1-Euro-Job
3 Mrd. Euro für Arbeitsmarktprogramm

„FIM“ steht für „Flüchtlingsintegrationsmaßnahmen“ und beinhaltet u.a. die Schaffung von Arbeitsplätzen für die in der Bundesrepublik zugewanderten Migranten. Am Mittwoch beschloss das Bundeskabinett die Schaffung von 100.000 Arbeitsgelegenheiten. Verwalten soll diese Mini-Jobs die Bundesagentur für Arbeit (BA).

Am 01. August 2016 soll das Arbeitsbeschaffungsprogramm für Migranten starten. Die BA hatte zuvor der Selbstverwaltung des Programms zugesagt. Den Migranten soll bereits vor dem Abschluss ihres Asylverfahrens „niedrigschwellig an den deutschen Arbeitsmarkt herangeführt werden und Einblicke in das berufliche und gesellschaftliche Leben in Deutschland erhalten“, so das Bundesarbeitsministerium (BMAS). Darüber hinaus entstehen sinnvolle Beschäftigungen in und außerhalb von Aufnahmeeinrichtungen. Den Migranten solle die Möglichkeit gegeben werden, sich einzubringen und zum Gemeinwohl beizutragen.

Dazu Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD):
„Es ist gut und wichtig, dass wir Geflüchteten die Chance geben, möglichst früh zu erleben, wie der Arbeitsalltag bei uns aussieht. Vielerorts – das liegt im Wortsinn nah – helfen die Flüchtlinge in den Unterkünften in der Küche oder Wäscherei, beim Putzen oder anderen Tätigkeiten. Wir setzen aber auch darauf, dass die Flüchtlinge raus kommen, dass sie unter deutschen Kollegen sind, die Arbeit hier kennenlernen. Das kann in der Stadtbücherei sein oder bei der Feuerwehr, wo sie sich mit um die Autos kümmern.
Das Arbeitsmarktprogramm setzt auf den bereits vorhandenen Strukturen der Arbeitsgelegenheiten nach dem Asylbewerberleistungsgesetz auf. Ziel ist es, die schon guten Ansätze zu nutzen und zu intensivieren. Was vor Ort bekannt und bewährt ist, das verspricht den besten Erfolg. Dafür setzt die Bundesregierung in den kommenden drei Jahren insgesamt rund eine Milliarde Euro ein. Durch die Bundesmittel, aber auch durch den Einsatz der Bundesagentur für Arbeit als Administrator des Arbeitsmarktprogramms werden Länder und Kommunen deutlich entlastet.“


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