Bundesbürger: Gemeinsames Europa „Ja“, derzeitiger Kurs Berlins „Nein“

Euro-Umfrage-


„Europa Ja, aber den Euro auf keinen Fall um jeden Preis!“ So etwa kann die Einstellung der deutschen Bundesbürger zur Europäischen Union und der Einheitswährung samt den bisherigen Rettungsversuchen auf einen Nenner gebracht werden.

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Die Euro-Rettungsmaßnahmen gehen dem Bundesbürger viel zu weit hinaus

Klare Absage der Bundesbürger zum gegenwärtigen EU- und Euro-Kurs

Die Politik in Berlin sowie in Brüssel scheint sichtlich völlig gegen den Strich der Bundesbürger zu gehen. Aus der jüngsten Umfrage von YouGov im Auftrag von Open Europe (Sitz in London) geht klar hervor, dass nur eine Minderheit den Weg einer politischen Einheit samt Transfer-Zahlungen in Krisenländer bzw. zu kippenden Banken und einem zentral geregeltem Haushalt befürworten würde.

Von den insg. 1.010 befragten Bundesbürgern (zwischen 21. und 26.08.13, über 18 Jahre) lehnen 55 Prozent den derzeit verfolgten Weg eines zentralisierten Europas mit allen Konsequenzen zu den nationalen Haushalten ab. 17 Prozent können sich weder für ein Pro noch ein Contra durchringen und 29 Prozent befürworten die Pläne Berlins und Brüssels.

Lediglich wenn den wirtschaftlich schwachen Ländern die Tür für einen Euro-Austritt offen gehalten wird, befürwortet über die Hälfte der Befragten den Erhalt des Euros. Wenn an der Einheitswährung festgehalten werden soll, dann nur für die Länder mit vergleichbar starken Wirtschaften.

Die Einstellung der Deutschen ist alles andere als nur „schwarz oder weiß“. Der Euro findet durchaus eine mehrheitliche Zustimmung, denn für die Rückkehr zur D-Mark sprach sich mit 32 Prozent nur ein knappes Drittel aus. Beinahe gleich viele Bundesbürger (30 Prozent) sehen mit der Aufgabe der Gemeinschaftswährung die Lösung der Probleme, wogegen deutlich mehr (59 Prozent) eine Abschaffung der Eurozone für falsch hielten.

Eine klare Absage zum Geldtransfer für andere Euro-Mitgliedsländer. Die kriselnden Euromitgliedsländer sollten keinen weitere Kreditzahlungen mehr erhalten (52 Prozent). Noch mehr Bundesbürger (57 Prozent) halten einen Schuldenerlass zu Lasten der Steuerzahler für falsch. Die für die Bankenrettung erweiterten EU-Rettungsschirme werden von 56 Prozent der Bundesbürger abgelehnt. Einer gemeinsamen Verschuldung, bzw. Haftung per Euro-Bonds widersprechen 64 Prozent der Befragten und die Fiskalunion fällt mit einer Ablehnungsquote von 70 Prozent quasi durch.

Die Frage, welche Partei, unabhängig von der Wahlstimme, die eigene Meinung über die EU- und Eurozonen-Politik repräsentiere, ergab folgende Antworten:
CDU/CSU 29%, SPD 18%, Grüne 9%, FDP 4%, Linke 6%, AfD 5%, Piraten 2%, Andere 2%, keine Partei 11%, „weiß nicht“ (bzw. keine Antwort) 15%.

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