Bundesbank: Vermögensstand Bürger erneut gewachsen

Vermögen Bundesbürger-


Erneute konnte der Vermögensstand der Bundesbürger im zweiten Quartal 2012 zuwachsen.
Die Bundesbank meldete zwar ein geringeres Anwachsen gegenüber dem Vorjahresquartal, aber dennoch halten die Deutschen so viel Geld auf der hohen Kante wie noch nie zuvor.

Knapp 40 Milliarden Vermögenszuwachs in drei Monaten

Sparvermögen
Rekordhoch privater Vermögen
Bild: Petra Bork / pixelio.de

Dass der Deutsche Bürger immer mehr Geld auf der hohen Kante liegen hat, war aufgrund des Berichts vom Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken Mitte Oktober absehbar. Zwar verzeichnete der Verband für 2011 ein leicht abgenommenes Sparvermögen, aber im Durchschnitt wuchs das Vermögen kontinuierlich an.

Die Bundesbank als „zentrale Anlaufstelle“ meldete für die private Haushalte Deutschlands einen noch nie da gewesenen hohen Vermögensstand. Zum Ende des zweiten Quartals 2012 konnten die deutschen Bürger lt. dem Bundesbankbericht ein Vermögen von insg. 4,811 Billionen Euro vorweisen.

Das Vermögen wurde um rund 39 Milliarden Euro innerhalb der Monate April und Juni aufgestockt. Im Vergleich zum Quartal 1 reduzierte sich der Zuwachs merklich (plus 50 Mrd. Euro), aber dennoch wiesen die Deutschen eine deutlich höhere Sparbereitschaft vor, als noch in den gleichen Zeitabschnitten der Jahre zuvor.

Sparer hätten erhebliche Kursverluste in Höhe von ca. 30 Mrd. Euro an den Kapitalmärkten hinnehmen müssen, begründete die Bundesbank den vergleichsweise geringen Zuwachs um 0,2% (ca. 9 Mrd. Euro) gegenüber dem ersten Quartal 2012.

Beobachtet worden seien deutliche Zuflüsse bei Bargeld sowie Sichteinlagen, aber auch Umschichtungen aufgrund der durch die Staatsschuldenkrise verursachten Unsicherheiten.

Der Durchschnittswert täuscht gewaltig hinweg

Das Anwachsen des Privatvermögens erfreut die Gemüter der Betroffenen, zumindest eine sehr geringen Teil davon. Mehr als die Hälfte des privaten Gesamtvermögens gehört rund 10% der reichsten Deutschen. Die Statistik beschreibt auch, dass nur 1% des gesamten deutschen Privatvermögens der „finanziell schwachen Haushalte“ zuteil wird.

Der Graben zwischen den Armen und Reichen in Deutschland nimmt langsam unüberbrückbare Ausmaße ein. Da hilft auch keine durchschnittliche Tariflohnerhöhung um 3,2% vom Juli 2012.

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