Bundesbank-Gewinne: Weidmanns Nachricht dürfte Schäuble enttäuschen

Bundesbank Gewinn 2012-


Der erhoffte Gewinn in Höhe von 1,5 Milliarden für die Deutsche Bundesbank im Jahr 2012 bleibt aus. Bundesbankpräsident Jens Weidmann musste dem Finanzminister die enttäuschende Nachricht mitteilen, dass der Geldsegen aufgrund erhöhter Risikoaufschläge um weit weniger als die Hälfte reduziert ist.

Ein erster Dämpfer für Schäubles Haushaltspläne

Bundesbank-Gewinne
Bundesbank-Gewinn geringer als erhofft

Kaum hatte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) seinen Gedanken über einen Schuldenabbau im Bundeshaushalts zu Ende gedacht, fällt Bundesbank-Präsident Jens Weidmann mit einer schlechten Nachricht durch die Haustüre. Der vom Finanzminister erhoffte und wohl auch einkalkulierte Geldsegen aus dem Bundesbank-Gewinn fällt relativ mager aus.

Heute will Schäuble dem schwarz-gelben Kabinett die Pläne für einen stufenweisen Abbau des Defizits bis hin zu einem Überschuss gen Ende 2016 vorstellen. Begleitet wird dieser Plan jedoch von einem inzwischen korrigierten Posten, der immerhin um rund 857 Millionen Euro geringer als ursprünglich geplant ausfällt. Der erwirtschaftete Gewinn der Bundesbank beträgt für das Jahr 2012 lediglich 643 Millionen Euro statt der anvisierten 1,5 Milliarden Euro.

Weidmann erklärte den Mindergewinn aufgrund der stark aufgestockten Risikopräventionen, die letztendlich den Gewinn trotz deutlich gestiegener Zinserträge erheblich drückten. In der Erklärung bezifferte Weidmann die Rückstellungen auf 14,4 Milliarden Euro, nachdem der Betrag um 6,7 Milliarden Euro aufgestockt wurde. In Verbindung mit dem stufenweisen Ausbau in den vorhergegangenen Jahren solle den „Risiken in der Bundesbankbilanz angemessen Rechnung getragen“ werden, so der Bundesbank-Präsident.

In der Gewinnaufstellung wurden jedoch die bilanzierten Gewinne aus den Goldbewertungen, die sich im Besitz der Bundesbank befinden, nicht berücksichtigt. Der Wert der Goldreserven kletterte aufgrund des gestiegenen Goldkurses um 129,5 Milliarden Euro. Gewinne aus Devisen- und Wertpapiergeschäften flossen in der Jahresbilanz ebenfalls nicht mit ein.

Positive Konjunktur Einschätzung für das Jahr 2013
Die Bundesbank geht für das Jahr 2013 davon aus, dass sich die Wirtschaft in Deutschland erholen wird. Weidmann sieht die deutsche Volkswirtschaft in einer guten Verfassung verbleiben und rechnet mit einer soliden Konjunktur sowie anschließend verstärktem Wachstum. Zum Jahresende wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach der Einschätzung der Bundesbank um 0,4% angestiegen sein.

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