Bundesarbeitsministerium jubelt über „niedrige“ Arbeitslosenquote 2015

Arbeitsmarkt-


Jubelende Töne aus dem Hause Bundesarbeitsministerium zu den „glänzenden Zahlen“ zur Arbeitslosenquote im vergangenen Jahr. Ministerin Nahles will auch gut beraten sein, die Lobgesänge anklingen zu lassen, so lange die über 1 Millionen willkommen geheißenen Zuwanderer in die Statistik noch nicht eingeflossen sind.

Ökonomen

Fakten und Zahlen zur Arbeitslosenquote lassen sich flexibel miteinander verknüpfen

Arbeitslosenquote 2015 auf „Rekord-Tiefstand“

Die lobenden Töne über den Zustand des deutschen Arbeitsmarktes fallen gleich zum Jahresbeginn 2016 offenbar nicht umsonst so hoch aus. Angesichts der im vergangenen Jahr angekommenen rund 1 Millionen Zuwanderer könnten die Statistiken zum nächsten Jahreswechsel ziemlich lädiert aussehen.

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) betonte am Dienstag in Berlin auf der Pressekonferenz des Ministeriums die niedrige Arbeitslosenquote. Die Anzahl der Menschen ohne Arbeit sei demnach so niedrig wie sei 1991 nicht mehr. Im Vergleich zum vorherigen Jahr sei die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungen um 600.000 Stellen angestiegen. Darüber hinaus seien die Arbeitsplätze in Deutschland so sicher wie noch nie zuvor. Für den sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer betrage das Risiko des Stellenverlustes weniger als ein Prozent.

Die Arbeitslosenzahlen Dezember 2015, geschönt / nicht geschönt

Nicht mitgezählte Arbeitslose
1-Euro-Jobs 76.063
Weiterbildungsmaßnahmen 166.728
Geförderte Beschäftigungen 8.029
Förderung von Dritten 114.254
Bezug ALG I / ALG II
und älter als 58
162.198
Arbeitslose im Krankenstand 88.333
Zuschüsse für „schwer Vermittelbare“ 3.437
Berufliche Eingliederung/Aktivierung 171.105
Summe der als „nicht arbeitlos“ geltenden Menschen 790.147
Offizielle Anzahl Arbeitslose 2.681.415
Tatsächliche Anzahl Arbeitslose 3.471.562

Nicht in den Statistiken sind die Arbeitslosen enthalten, die bereits aufgegeben haben und sich auch nicht mehr als offiziell arbeitslos melden. Rund 270.000 Menschen.

Wie will die Bundesregierung die Zuwanderer „einpflegen“?

Die Bundesagentur für Arbeit zeigt sich in ihrem Monatsbericht Dezember 2015 noch sehr zuversichtlich und geht von einer weiter sinkenden Arbeitslosenquote in den kommenden drei Monaten aus. Im vergangenen Jahr erreichten gut 1 Millionen Asylsuchende die BRD und der Flüchtlingsstrom wird auch im Jahr 2016 nicht abreißen. Rund eine halbe Millionen Menschen bereits im Oktober Anspruch auf den Bezug von Hartz IV. Die Gesamtkosten für den Steuerzahler werden aus aktueller Sicht auf rund 21 Mrd. Euro geschätzt.

Die Integration der Zuwanderer in den Arbeitsmarkt dürfte wenn überhaupt nur schleppend und ansatzweise gelingen. Die o.g. Tabelle gibt Aufschluss, wie auch teils hochqualifizierte Menschen kaum bis gar keine Chance auf eine Rückkehr zum Arbeitsmarkt haben. Wie soll dieser von der Bundesregierung angekündigte Coup mit mehrheitlich gering oder unausgebildeten Menschen gelingen, die nicht mal der deutschen Sprache nicht mächtig sind? Als letzte Konsequenz könnte das Arbeitsministerium in der Statistik einen neuen Posten einfügen, der in die offizielle Arbeitslosenquote ebenfalls nicht einfließen wird.





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