BUND beantragt Verkaufsstopp für Diesel-Autos

Abgasskandal-


Die Umweltschutzorganisation BUND strebt ein Verkaufsverbot für Diesel-Autos an, die die Grenzwerte der Abgasnorm Euro 6 überschreiten.

Verkaufsstopp für Diesel-Autos beantragt

Trucks
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Für die Diesel-Autos wird es nun ernst. Um den Verkauf von Diesel-Fahrzeugen zu unterbinden, beantrage die Umweltschutzorganisation BUND beim Verwaltungsgericht Schleswig einen Erlass für eine einstweilige Anordnung. Damit Gesundheitsgefahren abgewendet werden, müsse der weitere Verkauf von Dieselautos gestoppt werden. Rund 3.500 neue Dieselautos mit Euro-6-Norm werden jeden Tag verkauft, „die auf der Straße den gesetzlich vorgeschriebenen Stickoxid-Grenzwert teils massiv überschreiten“, so BUND-Verkehrsexperte Jens Hilgenberg, wie Neue Westfälische berichtete.

Wenn ein Diese-Pkw die gesetzliche Schadstoffgrenze überschreitet und somit die Abgasnorm Euro 6 nicht erfüllen kann, dürfe es auch nicht betrieben werden. Der BUND beantragte im November beim Kraftfahrtbundesamt in Flensburg einen Verkaufsstopp dieser Fahrzeuge. Unter Laborbedingungen hielten diese Autos die Grenzwerte ein, nicht aber auf der Straße. Der Antrag wurde vom Kraftfahrtbundesamt mangels fehlender Zuständigkeit abgelehnt.

Zu hohe Schadstoffwerte bei Diesel-Autos schon längst bekannt

Sind im Normalbetrieb höhere Abgaswerte als im Testbetrieb ein neues Phänomen seit dem Aufkommen des vermeintlichen VW-Skandals? Im Herbst 2015 gab VW zu, die Steuereinheiten für die Abgasregelung so programmiert zu haben, dass das Fahrzeug automatisch einen Testlauf erkennt. Die Steuerung drosselte die Motorleistung zugunsten verbesserter Emissionswerte entsprechend ab.

Der Wissenschaftliche Dienst der Europäischen Kommission stellte in einer durchgeführten Untersuchung fest, dass die Abgase von Diesel-PKWs unter normalen Straßenbedingungen deutlich höhere Schadstoffwerte aufweisen als von den Grenzwerten zugelassen. Das Ergebnis lag bereits im Jahr 2011 vor.


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