Bürgern wird „ihre Vorliebe“ für bargeldloses Bezahlen erklärt

Euro Geldscheine-


Die Bargeldabschaffung scheint keine bereits verworfene graue Theorie zu sein, sondern nach wie vor verfolgtes Ziel. Lediglich ein anderer Weg wurde beschritten.

Den Bürgern werden ihre eigene Vorlieben erklärt

Bargeld
Bargeld noch immer auf der Abschussliste

Die Öffentlichkeit reagierte nach den ersten losgelassenen Ballons über die mögliche Abschaffung des Bargeldes offenbar zu eindeutig ablehnend. Die Argumente wie „zu teuer“, oder „Bargeld unterstützt die organisierte Kriminalität“, zogen nicht. Es blieb bei der Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB), lediglich den 500-Euro-Schein einzuziehen, vorerst.

Nun scheint man das offenbar angepeilte Ziel der Bargeldabschaffung aus einer anderen Richtung anzugehen. Der Bundesbürger soll von seiner „eigenen Vorliebe“ für das bargeldlose Bezahlen überzeugt werden.

Mit dem Beschluss, den 500-er Schein aus dem Verkehr zu ziehen, verloren die Bürger das Vertrauen in den großen Schein, so zumindest die These von der WirtschaftsWoche (Mittwoch). Die Einzahlungen von 500-ern bei der Bundesbank seien in diesem Jahr um 35 Prozent höher als in den vergangenen Jahren, so Bundesbankvorstand Carl-Ludwig Thiele. Der Umtausch finde bereits statt, obwohl der große Geldschein seine Gültigkeit behalte.

Deutsche würden doch so gerne bargeldlos bezahlen

Der 500-er is passé. Die Pläne über die Abschaffung von Bargeld scheinbar noch nicht. Scheinbar würde rund ein Drittel der Bundesbürger ohnehin „so gerne“ ohne Bargeld auskommen können, so eine von WirtschaftsWoche präsentierte Studie. Demnach würden die Deutschen anteilig mit ihrem Smartphone „gerne“ an folgenden Stellen bargeldlos bezahlen:

  • Tankstellen – 33%
  • Öffentlicher Personalnahverkehr – 33%
  • Supermärkt – Drogerien – 30%
  • Lokale Geschäfte – 29%
  • Gastronomie – 29%
  • Online-Geschäfte – 27%
  • Im Taxi – 25%
  • Rechnungen – 23%
  • Kiosk – 15%
  • (Yapital Financial AG, 1002 telefonische Befragungen in der BRD, ab 14 Jahre)

Der neue Fünfzig-Euro-Schein steht auf der Türschwelle. Passend zum Thema folgt die Aufzählung von einer ganzen Reihe Nachteilen, die die Herausgabe des „fälschungssicheren“ neuen Scheines so mit sich bringe. Der 50-er sei ohnehin die am meisten gefälschte Banknote. Man ginge zwar davon aus, dass die Fälschungen mit der neuen Ausgabe sinken werden, aber die Herstellung sei ziemlich teuer. 5,4 Milliarden Scheine sind in der Planung. Nebeneinandergelegt würden die neuen 50-er die Fläche von 8.153 Fußballfeldern einnehmen, oder die Stadt Rüsselsheim bedecken, so Thiele. Die Scheine mit einem Gesamtgewicht von rund 5.400 Tonnen werden u.a. mit Tiefladern an ihre Domizile gebracht.


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