Brüssel tobt und Nikosia hat die Ruhe weg – Warum eigentlich nicht?

Zypern-Krise-


Nach außen hin könnte die zyprische Regierung den Eindruck erwecken, die Ruhe selbst zu sein. Brüssel „tobt“ nach einem Alternativ-Vorschlag und das Parlament in Nikosia zieht es vor, über die Entscheidung noch einmal zu schlafen.

Hast und Eile waren schon immer ein schlechter Berater

Keine Eile in Zypern
In der Ruhe liegt die Kraft - Zypern überdenkt

In der Zypernfrage scheint sich derzeit überhaupt nichts von der Stelle zu bewegen. Nikosia diskutiert und verhandelt „hinter dem Vorhang“ über neue Gesetze und den angekündigten „Plan B“ und Brüssel beginnt „im Dreieck zu springen“.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte inzwischen die Stunde Null auf den kommenden Montag fixiert und angedroht ab diesem Zeitpunkt das Notkredit-Programm für die zyprischen Banken nicht mehr fortzusetzen. Um einem baldigen Ergebnis, wie nun Zypern die geforderten 5,8 Milliarden Euro aufbringen will, etwas mehr Nachdruck zu verleihen, laufen die Telefone zwischen Belgien und Brüssel offenbar heiß.

Die Finanzminister der Euro-Gruppe drängen auf die Vorstellung von Einzelheiten zum „Plan B“. Letztendlich würde man „Gewehr bei Fuß“ stehen, um nach der Vorlage sofort darüber beraten zu können. Dennoch einigte sich das Parlament Zyperns am Donnerstagabend darauf, weitere Debatten erst am Freitagmorgen fortzusetzen.

Ginge man davon aus, dass die Entscheidung, in Zypern alle Geldanleger, egal ob reich oder arm, an der Bankenrettung zu beteiligen, in Zuständen von Übermüdung und „geistiger Umnachtung“ gefällt worden ist, könnte eine Diskussion im ausgeschlafenen Zustand durchaus für einen „aufgeweckt frischen Wind“ sorgen. „Gut Ding braucht Weile“.

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