Brüssel: Rettungs-Debatten zwischen Griechenland & Portugal

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Für Portugal stehen die Zeichen günstig, die nächste Hilfstranche in Höhe von 2,5 Mrd. Euro zu erhalten. Die Troika berichtete über „solide Fortschritte“ und legte damit den Grundstein für eine Etappenzahlung aus dem Hilfsprogramm. Die Position Griechenlands dagegen schwebt noch in einer undefinierten Zone. Lösungsansätze für das „Flickwerk zu den Finanzlöchern“ wechseln zwischen Schuldenschnitten und verlängerten Laufzeiten für die laufenden Hilfskredite.

„Am Ende kostet es immer einfach nur Geld“

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Krisen Portugal & Griechenland
Bild: Kurt F. Domnik / pixelio.de

Während in Brüssel noch heftig darüber gerätselt wird, wie wohl der beste Weg für die dauerhafte Rettung Griechenlands aussehen möge, erhält das ebenfalls krisengeschüttelte Portugal eine „Vorweg-Zusage“ für eine Hilfszahlung in Höhe von 2,5 Milliarden Euro.

Für Portugal wurde ein Rettungsprogramm mit einem Volumen von 78 Milliarden Euro auf die Beine gestellt, das in Etappen, nach dem Erreichen von gesteckten Zielen der Haushaltskonsolidierung und diversen Reformen, an Lissabon überwiesen werden soll.

Die Troika, eine Zusammenstellung der Vertreter aus der EU-Kommission, dem Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Europäischen Zentralbank (EZB), kam nach den neuesten Ergebnissen zum Schluss, dass die nächste Kredittranche in Höhe von 2,5 Milliarden Euro freigegeben werden kann.

Ausschlaggebend wären die festgestellten „soliden Fortschritte“ bei den Reform- und Sparbemühungen, die eine Überweisung der Hilfszahlung für den kommenden Januar ermöglichen könnten.

Lücken Füllerei für Griechenland
Die identischen „Akteure in Brüssel“ ringen um die Entscheidung, wie das Finanzloch in Höhe von mindestens 13,5 Milliarden Euro, das durch die Gewährung der zeitlichen Verlängerung zum Erreichen der Sparziele entstanden ist, am besten geschlossen werden könnte.

Am Verhandlungstisch sitzen die Finanzminister der Euro-Länder sowie der IWF, vertreten durch deren Chefin Christine Lagarde. Mit der Variante, die Laufzeiten der bereits bestehenden Hilfskredite des Rettungsschirms EFSF um weitere 10 Jahre zu verlängern, handelte es sich um eine weitere Idee, neben den diskutierten Schuldenschnitten sowie dem Rückkauf-Programm der eigenen Anleihen. Lt. nw-news.de (Dienstag) solle für die Lückenschließung kein frisches Geld angefordert werden. Von einem Schuldenschnitt zu Lasten der öffentlichen Gläubiger soll in den Diskussionsrunden bereits Abstand genommen worden sein.

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