Brexit: Standard & Poor’s sieht die Bonität der Briten wackeln

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Die Ratingagentur Standard & Poor’s sieht Großbritanniens Bonität gefährdet, sollte das Land nach der Volksabstimmung aus dem EU-Raum austreten.

Daumen runter

Ratingagentur S&P sorgt offenbar für den Auftakt einer Kampagne

Großbritanniens Kreditwürdigkeit würde außerhalb der EU sinken

Sollte Großbritannien die EU verlassen, dann verliert das Land auch die Spitzenbonität, so die US-Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P), lt. WirtschafsWoche Online (Donnerstag).

Die Briten werden voraussichtlich Ende 2017 über den Verbleib in der Europäischen Union abstimmen („Brexit“). Gemäß eines Austritts zieht das die Abstufung der Kreditwürdigkeit des Landes um eine Stufe, so S&P-Chef Moritz Kraemer. Um einen weiteren Schritt nach unten könne es gehen, wenn sich die Beziehungen zwischen London und der EU verschlechterten.

Die US-Ratingagentur bewertet Großbritannien bereits seit dem Jahr 1978 mit der Top-Note „AAA“ und senkte den Ausblick im Juni auf „negativ“, als die Debatten über einen möglichen EU-Austritt an Lautstärke zulegten.

Ein Schüsschen vor den Bug

Ein Warnschüsschen von S&P, oder der Auftakt eines Sturms?
Bemerkenswert ist jedoch das Ausbleiben der „tobenden Politiker“ in Brüssel und Berlin. Griechenlands Ex-Premierminister Giorgos Papandreou forderte im Jahr 2011 ein Referendum über die Annahme des „1. Rettungs-Pakets“ in seinem Land und löste damit in den Reihen der Euro-Politikern und selbsternannten Griechenland-Rettern einen heftigen Sturm aus. Papandreou sagte die Volksabstimmung ab, verkündete stattdessen Neuwahlen und war schon kurz darauf von der politischen Bildfläche verschwunden.

Ähnliches widerfahren ist dem neu amtierenden Premier Alexis Tsipras. Das von ihm durchgeführte Referendum über die Annahme des dritten „Hilfspakets“ entpuppte sich jedoch als eine rein formale Angelegenheit, da die Milliardenzahlung samt Auflagen trotz klarer Ablehnung der Griechen angenommen wurde.

Die Schotten dachten über eine Abspaltung von Großbritannien nach und sahen sich einem permanenten Bombardement aus Warnungen, Vorwürfen und auch Drohungen ausgesetzt. Letztendlich stimmten die Schotten mit etwas über 55 Prozent gegen die Unabhängigkeit.

Die Abstimmung in Großbritannien soll Ende 2017 stattfinden. Bis dahin bleibt den EU-Politikern und Institutionen noch viel Zeit, um ihre Messer in aller Ruhe zu wetzen.





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