Brexit & Bankenkrise: Ratlosigkeit bei EU-Politikern

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In der Euro- und EU-Zone brennt es an allen Ecken und Enden. Die Banken drohen zu kippen, die Rufe nach Milliarden-Rettungsprogrammen werden lauter und die EU-Politik ist wegen Brexit völlig ratlos.

Bankenkrise überfordert Brüssel und Eurogruppe

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Nächster Zusammenbruch scheint vor der Tür zu stehen

Die Eurogruppe (Finanzminister der Euro-Mitgliedsländer) fürchtet um den „heiligen Gral“ Wachstum als Folge des Ausstiegs Großbritannien aus der EU („Brexit„).

Die Wirtschaft im Euroraum könne im Jahr 2017 um bis zu 0,5 Prozent weniger wachen als bisher kalkuliert, so die Einschätzung des EU-Finanzkommissars Pierre Moscovici, wie Zeit online (Dienstag) berichtete. Das Ausmaß der Brexit-Folgen könne noch in Grenzen gehalten werden, wenn es der EU gelänge, eine „angemessene politische Antwort zu geben“, so der Finanzkommissar.

Offensichtliche Ratlosigkeit bei den EU-Politikern. Österreichs Finanzminister Hans Jörg Schelling sprach lt. Zeit online von einer unangenehmen Situation, in der niemanden wisse, wie es weiterginge. Es sei lediglich sicher, dass der Brexit Auswirkungen auf die Wirtschaft haben werde.

Schelling und Moscovici fordern von Großbritannien, den offiziellen Antrag für den EU-Austritt so schnell wie möglich zu stellen.

Neben dem Brexit bereiten den EU-Politikern vor allem die finanzielle Schieflage der Mitgliedsländer Portugal, Spanien und Italien große Sorgen. Ganz besonders Italiens Haushaltslage nehme angesichts der belasteten Banken bedrohliche Ausmaße an. In den Katakomben der Kreditinstitute lagern lt. dem Internationalen Währungsfonds (IWF) faule Kredit im Rahmen von rund 360 Milliarden Euro.

Der Chef-Ökonom der Deutschen Bank, Folkerts-Landau, forderte für die Stützung der Banken ein europäisches Rettungsprogramm im Rahmen von 150 Milliarden Euro. Damit solle der europäische Bankensektor rekapitalisiert werden können. Dafür solle auch der Bruch mit den neuen Banken-Regeln in Kauf genommen werden.


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