Brexit-Abstimmung: Ratingagentur S&P droht UK mit Abstufung

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Auf den letzten Drücker vor der Brexit-Abstimmung meldete sich die Ratingagentur Standard & Poor’s zu Wort. Man werde Großbritannien die Bestnote entziehen, wenn sich die Briten für den EU-Austritt entscheiden.

Großbritannien habe keinen Plan für die Zeit nach Brexit

UK
Ratingagentur winkt mit Bonitätsabstufung

Kurz vor der Brexit-Entscheidung am Donnerstag meldete sich die private US-Ratingagentur Standard&Poor’s (S&P) zu Wort und warnte vor den Folgen, falls sich die Briten zu einem Austritt der EU entschieden.

Verlässt Großbritannien die Europäische Union, werde die Ratingagentur Großbritannien die derzeitige Bestnote „AAA“ entziehen Im Land werde die politische Situation nach einem EU-Austritt weniger rational und vorhersehbar, so Moritz Kramer von S&P zur BILD. Es gebe für die Zeit nach dem Brexit auch keinen wirklichen Plan.

Warum Großbritannien überhaupt die Bestnote führt, erklärte S&P allerdings nicht. Seit Jahren fährt das Land jährliche Defizite Defizite ein. Im vergangenen Jahr waren es -4,43 Prozent in Relation zum Bruttoinlandsprodukts (BIP). Ein Jahr zuvor -5,62 Prozent. Die Staatsverschuldung betrug im Jahr 2015 1664 Milliarden Pfund. Dieses Jahr wird Großbritannien den Schuldenberg voraussichtlich auf über 1700 Milliarden Pfund ausbauen. Die Schuldenquote betrug im Jahr 2013 90,6 Prozent.

Dafür profitiert Großbritannien allerdings enorm von der „Exportwut“ der deutschen Wirtschaft. Im Jahr 2015 nahm der Anteil des Exportüberschusses über den Ärmelkanal rund 54 Milliarden Euro ein.


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