Boomendes Weihnachtsgeschäft 2013 durch optimistische Konsumenten

Weihnachtsgeschäft 2013-


Die deutschen Konsumenten scheinen sich auf einer Insel der Glücksseligkeit zu befinden, während das umliegende Meer der Eurozone von heftigen Stürmen durchgepeitscht wird. Gestiegener Optimismus, die verlorene Furcht vor der Eurokrise sowie „denkbar günstige“ Voraussetzungen zu den Einkünften, werden dem Weihnachtsgeschäft 2013 höhere Umsätze bescheren.

Weihnachtsgeschäft

Weihnachtsgeschäfte werden 2013 erneut boomen, dank Konsumenten-Optimismus

Konsumlaune pusht Weihnachtsumsätze 2013

Die Konsumenten in Deutschland hätten im Jahr 2013 ohnehin einen Preis verdient. Die Verbraucher mit ihrem Sparverzicht und der erhöhten Konsumfreude bewahrten Deutschland durch ein Mini-Plus im Wirtschaftswachstum vor einer Rezession im ersten Quartal. Die Banken „leiden“ durch die selbst angebotenen Niedrigzinsen unter dem erhöhten Sparer-Verdruss und dem Abzug von Kapital. Dafür sieht der Einzelhandel Lichtblicke, sollte sich die Konsumlust auch auf das kommende Weihnachtsgeschäft übertragen. Die Postbank schätzt einen Umsatz von rund 80 Milliarden Euro durch die Weihnachtseinkäufe 2013.

Die Kaufbereitschaft der Bundesbürger sei so hoch wie seit Jahren nicht mehr, erklärte Dr. Marco Bargel, Chef-Investmentstratege der Deutschen Postbank AG. Gegenüber dem Vorjahr werde ein Plus von 1,5 Prozent erwartet und ein höherer Wert als 80 Mrd. Euro sei zuletzt Ende 2006 festgestellt worden.

Die deutschen Verbraucher seien von Optimismus auf einem soliden Fundament geprägt. Nicht zuletzt dank einer rund laufenden deutschen Wirtschaft, eine anwachsende Anzahl von Beschäftigten sowie den Zuschlägen bei den verfügbaren Einkommen oberhalb der Inflationsrate.

Seit rund fünf Jahren nehme die Sparquote in Deutschland ab und wird nach den Einschätzungen der Postbank für das Jahr 2013 bei 10,0 Prozent (2008 11,5 Prozent) liegen. Die niedrigen Realzinsen dämpften die Sparneigung der Konsumenten. Weiterhin seien Störfaktoren entfallen, die eine Konsumlaune der Bürger ausbremsen könnten. Mit Ausnahme der Strompreise, halten sich die Energiekosten seit einiger Zeit auf einem stabilen Niveau. Die Staatsschuldenkrise im Euroraum habe ihren Schrecken über weite Bereiche verloren, so die Postbank.

Der Internethandel wird am meisten zulegen können

Am Ende des Jahres dürfte der Online-Handel einen Umsatz von rund 33 Mrd. Euro vorweisen können. Ein dickes Plus von 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr und somit eindeutig der größte Gewinner der Konsumfreude der Deutschen. Internetgeschäfte nehmen demnach 7,7 Prozent der gesamten Einzelhandelsumsätze ein.

Speziell das Weihnachtsgeschäft wird für den Online-Handel von größter Wichtigkeit sein. Bereits im vergangenen Jahr erreichte der Online-Handel in den Monaten November und Dezember einen Umsatz von rund 7,4 Mrd. Euro. Das entspricht ein Viertel des Jahresumsatzes. Die Postbank geht für 2013 von einem Anstieg auf 8,3 Mrd. Euro aus und der Internet-Handel wird erstmals die 10-Prozent-Marke zum Anteil des gesamten Weihnachtsgeschäfts überschreiten.

So lange vom Optimismus gezerrt werden kann…

Hat die Eurokrise bei den Deutschen an Schrecken verloren oder wurden die Tatsachen um das Euro-Desaster durch andere Themen zu sehr in den Hintergrund gedrängt? Die „Spionage-Affäre“ durch die NSA wird sichtlich in ihre Bestandteile zerlegt und zu jedem Bruchstück der zugehörige Skandal analysiert.

Je näher die „schockierte Überraschung“ der Bundesregierung durch die Medien an den Bürger herangetragen wird, desto mehr gerät die Gleichgültigkeit der Politiker zu den eigenen Bürgern in den Hintergrund. „Otto-Normal-Verbraucher“ können gerne beschattet werden, aber das Anzapfen des Handys der obersten Volksvertreterin ist „ungeheuerlich“. Und so ganz nebenbei werden die deutschen Steuerzahler vor das Schafott positioniert, um die Zeit bis zu einer „funktionierenden“ Bankenunion für die Rettung von Privatbanken überbrücken zu können.

Die Empörung gedeiht in den Wohnzimmern der Bundesbürger. Die Eurokrise erscheint als unwichtig, geschweige sie hätte irgendetwas mit Deutschland zu tun. Schließlich „boomt“ die Wirtschaft. Die Einkommen wachsen über jegliche Erwartungshaltung und immer mehr Menschen erhalten eine Beschäftigung. Solch blühende Landschaften laden doch direkt zum erhöhten Konsum für das Weihnachtsgeschäft 2013 ein, denn „schlechte Zeiten“ sind weit und breit nicht in Sicht.

Grundsätzlich ist gegen eine erhöhte Kauflaune nichts einzuwenden, doch der Tausch des Ersparten sollte in wertbeständigen Waren erfolgen, von denen ggfs. auch in Jahren noch gezerrt werden könnte.

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