Börsen nahmen die Botschaften der EZB und aus US-Arbeitsmarkt übel

Börsen-


US-Arbeitsmarktdaten und das Ausbleiben einer ausgeweiteten Geldschwemme in der Eurozone wurden von den Börsen mit wenig Wohlwollen aufgenommen. Der Dax hinterließ einen moderaten Wochenverlust und die Glaubensgemeinschaften an den Börsen warten weiterhin auf die Umsetzung von angekündigten Maßnahmen in der Zinspolitik.

Finanzwelt

Das Auf und Ab an den Handelsplätzen war überwiegend vom Glauben angetrieben

Fed und EZB halten sich bedeckt – Stoff für Fantasien an den Börsen

Eine etwas gespaltene Lage zum Arbeitsmarkt in den USA. Auf der einen Seite fiel die Anzahl der neu geschaffenen Arbeitsplätze im August 2015 mit rund 173.000 Arbeitsstellen deutlich niedriger aus, als von den Analysten prognostiziert wurde, allerdings sank die Arbeitslosenquote im August 2015 auf 5,1 Prozent ab. Ein neuer Tiefstand innerhalb der vergangenen gut sieben Jahre.

Für die Marktteilnehmer mit der Kalkulation von Zinsanhebungen noch im Monat September durch die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) dürfte die Bekanntgabe der weiterhin gesunkenen Arbeitslosenquote eine Bestätigung ihres Glaubens sein. Die Fed selbst gibt sich zu ihrer Zinspolitik nach wie vor sehr bedeckt.

Der neue Tiefstand der US-Arbeitslosenquote baute den bereits absehbaren Wochenverlust an den Handelsplätzen in Deutschland noch weiter aus. Nach Bekanntgabe der Statistiken rutschte der DAX noch weiter ab und hinterließ den Marktakteuren ein finales Wochen-Minus von 2,7 Prozent.

Die Europäische Zentralbank (EZB) unterstützte den Abwärtstrend bei den Börsenwerten mit dem Ausbleiben von klaren Hinweisen auf eine Ausweitung der laufenden Geldflutung. Der EZB-Rat beschloss lediglich das Beibehalten der aktuell geltenden Zinsen und hielt sich die Option offen, die Anleihekäufe bei Bedarf über den September 2016 hinaus fortzusetzen. Die größtenteils nur durch Liquidität angetriebenen Marktteilnehmer reagierten entsprechend enttäuscht.

Bis die US-Notenbank den Glaubensgemeinschaften an den Märkten mit Fakten konfrontiert, dürfte wohl noch einige Zeit verstreichen.





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