BIP -0,2%: Deutschlands Wirtschaft schwächelte im 2. Quartal 2014

Konjunktur Deutschland-


Deutschlands Wirtschaft schwächelte im zweiten Quartal mit einem negativen Wachstum von -0,2 Prozent. Das milde Wetter im ersten Quartal und der daraus resultierende Schub zum Wirtschaftswachstum seien ausschlaggebend für den „relativen“ Rückgang.

Bilanzen

Der Wirtschaftsmotor Deutschlands stotterte im zweiten Quartal 2014

Das erste Halbjahr 2014 weist zum Wachstum ein positives Vorzeichen auf

Für die Wirtschaftsleistung Deutschlands war das zweite Quartal 2014 keine guten drei Monate. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ging im Zeitraum zwisichen April bis Juni um -0,2 Prozent zurück (gegenüber dem Vorjahr, preis-, saison- und kalenderbereinigt). Die Zahlen zum BIP im zweiten Quartal hätten wohl besser ausgesehen, wäre das Wetter innerhalb der ersten drei Monate nicht so mild gewesen. Die kräftigen Zuwachsraten zu Beginn des Jahres können eine Rolle gespielt haben, so das Statistische Bundesamt (Destatis).

Im ersten Quartal 2014 legte die deutsche Wirtschaft nach den aktuellen Berechnungen um 0,7 Prozent zu. Damit ergibt sich preis-, saisons- und kalenderbereinigt ein Anstieg des BIP um 0,8 Prozent gegenüber der zweiten Jahreshälfte 2013.

Positiv zum Wachstumsplus beigetragen haben demnach der Konsum von Privatpersonen sowie des Staates. Im Vorquartalsbereich legten die Konsumausgaben jeweils um +0,1 Prozent zu. Ausrüstungsinvestitionen stagnierten dagegen mit -0,4 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2014. Noch deutlicher gingen mit -4,2 Prozent die Bauinvestitionen zurück. An diesem Punkt gehen die Statistiker von einem Vorzieheffekt des ersten Quartals aufgrund der milden Witterung aus.

Im zweiten Quartal 2014 stieg der Export von Waren und Dienstleistungen um +0,9 Prozent (gegenüber erstes Quartal). Dem gegenüber steht aber ein um +1,6 Prozent angestiegener Import. Daraus ergibt sich mit -0,2 Prozent ein Wachstumsbeitrag zum BIP im negativen Bereich.

Mit der Auswertung der Wachstumsraten des dritten Quartals werden die Auswirkungen der zwischen EU und Russland verhängten Sanktionen zum Tragen kommen. Dafür steht den Statistikern ab dem September zur Berechnung des BIP ein größerer (Anpassungs-) Spielraum zur Verfügung.





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