Bier-Kartell: Zweite Bußgeld-Welle erhöhte die Summe auf 338 Mio. €

Preisabsprachen-


Das Bundeskartellamt verhängte in einer zweiten Runde über zahlreiche Bierbrauereien und einem Brauereiverband weitere Bußgelder. Auf der Rechnung der unerlaubten Preisabsprachen steht nun die Summe von 338 Millionen Euro.

Bierglas

Zusätzliche Gewinne durch unerlaubte Preisabsprachen sind nun potenziell geschmälert

Manipulationen am Bierpreis durch insgeheime Absprachen

Für einige Bierbrauereien und für den Brauereiverband Nordrhein-Westfalen kann es richtig teuer werden. Das Bundeskartellamt verhängte am 31. März 2014 ein weiteres Mal wegen verbotener Preisabsprachen sehr hohe Geldbußen. Über 11 Unternehmen, 1 Verband und 14 persönlich Verantwortliche hängt nun das Damokles Schwert mit einem “Gewicht” von 338 Millionen Euro. Eine neue Rekordsumme bei den vom Kartellamt bisher ausgesprochenen Geldbußen.

Anfang des Jahres verhängte das Bundeskartellamt die ersten Bußgelder in einem Umfang von rund 106 Millionen Euro gegen einige große Brauereien. Der Nachschlag Ende März brachte nun mehr als eine Verdoppelung dieser Summe ein.

Zu den betroffenen Bier-Unternehmen zählen Bitburger, Carlsberg, Krombacher, Radeberger, Veltins, Warsteiner, Barre, Bolten, Erzquell, Früh und Gaffel. Mit einem “blauen Auge” kam der belgische Brauereikonzern Anheuser-Busch davon. Hier verhängte das Bundeskartellamt aufgrund der “Kronzeugenregelung” keine Geldbuße. Die belgische Brauerei habe “im Rahmen eines Bonusantrags ausreichende Informationen für die Einleitung des Verfahrens vorgelegt”, so die Erklärung des Kartellamts.

Die dreistellige Millionen-Geldbuße muss zu diesem Zeitpunkt noch nicht beglichen werden. Den Brauereien steht noch der Weg des Einspruchs offen. Am Ende der aufgestellten Rechnung könnte ohnehin der Biertrinker für die fällige Summe aufkommen.

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