Bernanke und Yellen erklären „gebetsmühlenartig“ die Fed-Geldpolitik

Fed Geldpolitik-


Ben Bernanke und Janet Yellen bekräftigten abermals die Fortsetzung der Fed-Geldpolitik. Niedrige Zinsen und der Ankauf von Anleihen in einem Volumen von 85 Milliarden Dollar pro Monat werden für eine nicht absehbare Zeit fortgeführt. Die Bedingungen für eine Zügelung der Kapitalschwemme bleiben unverändert. Sie müssten „nur“ erreicht werden.

US-Dollar

Deutlichkeit und Nachhaltigkeit: Zwei Eckpfeiler in der US-Wirtschaft als Bedingungen

Wiederholung der Fed-Pläne bis es auch der letzte Investor verstanden hat

Nur wenn die Konjunkturdaten in den USA einen nachhaltigen Aufwärtstrend zeigten und die Arbeitslosenquote unter 6,5 Prozent sinkt, wird die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) daran denken, die lockere Geldpolitik etwas straffer zu ziehen. Diese Faktoren zum Fortbestand der seit Jahren laufenden Anleihekäufe (QE3) wurde vom Fed-Chef Ben Bernanke spätestens im vergangenen September in Abhängigkeit gestellt. Nach einem monatelangen „Eiertanz“ zog die Fed erstmals mit klaren Aussagen einen möglichen Ausstieg aus QE3 zurück. Doch die Märkte reagierten hypernervös, als wenn die Geldflut bereits auf Null zurückgefahren worden sei.

Die Aufstellung der heute designierten Bernanke Nachfolgerin, Janet Yellen, sorgte im Finanzmarkt für Erleichterungen. Sie bekannte sich seit jeher als eine Verfechterin der ultralockeren Geldpolitik solange die Bedingungen durch die US-Wirtschaftslage nicht erfüllt worden sind.

Gerade als wenn es die Finanzmärkte noch nicht richtig verstanden hätten, wiederholten Bernanke und Yellen gemeinsam am Dienstag „gebetsmühlenartig“ die Pläne der Fed. Erst wenn in der US-Wirtschaft eine Erholung ersichtlich ist, werde die Geldpolitik gezügelt.

Pro Monat pumpt die Fed 85 Milliarden „frisch gedruckte“ Dollar in die Märkte. Damit soll die US-Wirtschaftsmaschine stets mit „frischem Öl“ versorgt bleiben, um nicht völlig zum Stillstand zu kommen. Die letzten Wirtschaftsdaten zeigten zwar den Ansatz für einen Aufwärtstrend, doch bis zur Erfüllung der Bedingungen „deutlich“ und „nachhaltig“ scheint es noch ein langer Weg zu sein. „Wir sind noch längst nicht da, wo wir sein wollen“, so Bernanke lt. Süddeutsche Zeitung (Mittwoch). Die Zuversicht auf einen rasch einsetzenden deutlichen Aufschwung scheint sehr gering zu sein. Yellen geht davon aus, die derzeit praktizierte Geldpolitik noch für einen längeren Zeitraum beizubehalten.

Für die Börsen sind das gute Nachrichten. Die Fortsetzung der Geldschwemme durch die Fed liefert Kapitalvolumen „in rauen Mengen“. Den Kursen bleibt noch viel Potenzial für das Erklimmen weiterer Rekorde. Bis eben die Blase platzt, denn mit der Repräsentation der realen Unternehmensleistungen haben die an den Handelsplätzen vorfindbaren Werte nichts mehr zu tun.

Jubelnde Goldhändler dürften ihre Hoffnungen auf steigende Edelmetallkurse durch die fortgesetzte Niedrigzins-Politik vorerst begraben. Ein merklicher Goldpreisanstieg blieb aus. Zwischen Dienstag und Mittwoch rutsche der Preis für Gold sogar um einige Dollar ab und setzt den Abwärtskurs derzeit fort. Der Preis von rund 1.275 Dollar pro Feinunze zur Handelseröffnung ließ inzwischen um ca. 5 Dollar nach.

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