Bernanke geht, Yellen kommt – Neue Fed-Chefin will Geldflut fortsetzen

US-Notenbank-


Ben Bernanke geht, Janet Yellen kommt. Die US-Zentralbank Federal Reserve wird erstmals eine Frau an der Spitze erhalten. US-Präsident Barack Obama ernannte die ohnehin schon hoch gehandelte Vize-Chefin als die Nachfolgerin für die nächste Amtsperiode.

Dollar Flut

Janet Yellen wird sich weiterhin um die „Geld-bedürftigen“ Banken und Händler kümmern

Yellen ist eine Verfechterin der Fed-Geldflut

Bei der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) wird es einen fliegenden Wechsel zur Führungsperson geben. Der Chef rückt ab, der Vize rückt nach. US-Präsident Barack Obama hat sich dazu entschieden, die derzeit Zweite der Zentralbank, Janet Yellen am kommenden Mittwoch zur neuen Chefin zu erklären.

Ben Bernanke, der noch amtierende Fed-Chef, übergibt Janet Yellen das laufende Anleihenkaufprogramm mit Brief und Siegel und voraussichtlich werden die Gelddruckmaschinen auch unter Yellen bei vorgerückter Betriebstemperatur weiterlaufen.

Die Noch-Vize hat unlängst die massive Geldschwemme durch die Fed unterstützt und die Politik des billigen Geldes verteidigt. Eine drohende Inflation nehme sie in Kauf, sofern die Kapitalflut für die Schaffung von Arbeitsplätzen sorgte. Die Leitzinsen dürften somit auch in absehbarer Zukunft bei beinahe Null fixiert bleiben.

Für die USA ist es eine Premiere. Seit der Gründung der Federal Reserve (ein privates Institut) vor knapp 100 Jahren ist Janet Yellen die erste Frau an der Spitze der wichtigsten Zentralbank der Welt. Ben Bernanke wird sein Amt am 31. Januar 2014 niederlegen. Die Ernennung des Fed-Chefs setzt die Bestätigung des US-Senats voraus.

Die Händler an den Börsen dürften über diese Nachricht sehr erfreut sein. Vor allem die finanziell sehr „potenten“ Händler profitieren vom Fed-Programm ganz besonders. Die extrem hohe Liquidität mit fortgesetztem Nachschub beförderte die Aktienwerte in bisher ungekannte Höhen. Nachdem der Goldkurs bei der ersten Ankündigung der Fed, das Anleihenkaufprogramm evtl. reduzieren und einstellen zu wollen, geradewegs in den Keller stürzte, ist es sehr erstaunlich, dass die Ernennung von Yellen als neue Fed-Chefin bisher für keinen Auftrieb sorgen konnte. Der Handelstag begann mit einem Kurs von 1.318,40 US-Dollar pro Feinunze und ließ zwischenzeitlich bis auf 1.308,60 Dollar nach.

Der Streit um den US-Haushalt mit noch unbekanntem Ausgang dürfte die Entscheidung Obamas schwer überschatten. Am 17. Oktober sollte geklärt sein, welchen Weg die USA nach dem Erreichen der 16,7 Billionen Dollar Schuldenobergrenze eingehen wird. Andernfalls drohte (theoretisch) die Insolvenz der größten Wirtschaftsmacht der Welt.

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