Bereinigung von lästigen Kiew-Gegnern? Mainstreams unbekümmert

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In der Ukraine erfolgt offenbar eine „Bereinigung“ von lästigen Kiew-Gegnern. Nach der Ermordung des Kiew-kritischen Politikers Kalaschnikow wurde nun ein prominenter Journalist erschossen. Die Mainstream-Medien üben sich in vornehmer Zurückhaltung.

Ukraine

Medien verhalten sich „neutral“ – Putin sprach von politisch motivierten Morden

Die Ermordung von Kiew-Kritikern scheint keine Bedeutung zu haben

Die Mainstream-Medien überschlugen sich mit Berichten, Spekulationen, indirekte Schuldzuweisungen und vermutete Hintergründe, nachdem der ehemalige Oppositionspolitiker und Kreml-Kritiker Boris Nemzow Anfang März in Moskau ermordet wurde. Gemeinsam richteten die Leitmedien den Faden aus, der direkt zum russischen Präsidenten Wladimir Putin führte. Es sollte nur als logisch erscheinen, dass ein Kreml-Kritiker ausschließlich im Auftrag des Kreml-Chefs und „Despoten“ Putin niedergestreckt werden konnte.

Am vergangenen Mittwoch wurde in der Ukraine Oleg Kalaschnikow ermordet. Ein ehemaliger Verbündeter des gestürzten Präsidenten Wiktor Janukowitsch. Am Donnerstag wurde in Kiew Oles Busina von zwei maskierten Männern erschossen. Er war ein regierungskritischer Journalist und Gegner der Maidan-Bewegungen im Frühjahr 2014 in Kiew.

Die Berichterstattung der Mainstreams über diese beiden Vorfälle sind auffällig zurückhaltend und haben mit dem Umfang der „detaillierten Fakten-Darlegung“ im Nemzow-Fall nichts gemeinsam. Offenbar legen einige „Leitmedien“ in die öffentliche Frage- und Antwort-Runde des russischen Präsidenten gegenüber der russischen Bevölkerung (Bürgerfragestunde via TV) ein höheres Gewicht. „Putin zieht seine Show ab“.

Der ukrainische Präsident Pjotr Poroschenko ordnete umgehend eine „schnelle und transparente“ Untersuchung beider Mordfälle an. Er sieht in den Morden den Versuch, die Gegner der Ukraine zu stärken.

Dunja Mijatovic, für die Medienfreiheit beauftragte OSZE-Mitarbeiterin, forderte zum Mordfall Busina eine sofortige Untersuchung. „Dieser grausame Akt ist eine weitere Mahnung gegen die Gefahren, mit denen der Journalistenberuf verbunden ist. Dieser Mord muss von den zuständigen Behörden unverzüglich und vollständig aufgeklärt werden“, so Mijatoivc lt. Sputniknews.

Die beiden aktuellen Morde einer offenbar ganzen Reihe von Tötungen der Kiew-kritischen Politiker und Journalisten in der Ukraine werden sehr schnell wieder aus den Schlagzeilen verschwinden, damit die Untersuchungen in aller Ruhe im Sande verlaufen können. Eine spekulative Verbindung zu Poroschenko oder Jazenjuk, wie sie bei den Mordfällen in Russland völlig automatisch zu Putin hergestellt wurde, wird es nicht geben.





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