Beppe Grillos Prophezeiung könnte sich selbst erfüllen

Italienkrise-


Bundesbankchef Weidmann warnte Italien vor einer Abkehr des bereits beschrittenen Weges. Sollte sich das Land den Spar- und Reformbewegungen abwenden, werde es kaum eine Möglichkeit geben, Italien mit Mitteln aus der EZB unterstützen zu können.

„Letztendlich tragen die Bürger die Verantwortung“

Italienkrise
Italien schwebt zwischen Willen und Zwängen

Sollte Italien seine Reformen nicht fortsetzen, oder gar einstellen und aus dem Euro austreten wollen, so könne das Land nicht auf eine weitere Unterstützung der Europäischen Zentralbank (EZB) setzen. Im Nachrichtenmagazin Focus (Vorabbericht Samstag) warnte Bundesbankpräsident Jens Weidmann, dass letztendlich die Bürger und die Regierung „über die Ausrichtung der nationalen Politik“ entscheiden und deren Folgen tragen müssen.

Von jedem Land würde eine Eigenverantwortung getragen werden, so Weidmann zum Magazin. Aus diesem Grund wäre „eine umfassende Gemeinschaftshaftung oder die Finanzierung durch die Notenbank“ vertraglich ausgeschlossen.

Italien befindet sich aufgrund einer seit rund anderthalb Jahren zurückgehenden Wirtschaft in einer Krise und das Ergebnis der letzten Parlamentswahlen drohen die Lage durch einen politischen Stillstand noch weiter zu verschärfen. Eine erste Antwort erhielt das südeuropäische Mitgliedsland bereits durch eine Abstufung der Kreditwürdigkeit in den Rängen der Ratingagentur Fitch.

Weidmanns Warnung dürfte als eine Antwort an den Wahlsieger Beppe Grillo verstanden werden. Grillo als Chef der „Fünf Sterne“ -Bewegung erklärte dem Handelsblatt, dass Italien bereits „de facto“ aus dem Euro raus wäre und das Land von den nordeuropäischen Ländern wie eine „heiße Kartoffel“ fallen gelassen werde.

Beppe Grillos Aussage könnte sich mit Weidmanns Reaktion als eine „selbsterfüllende Prophezeiung“ entpuppen.

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