BDI hebt Wachstums-Erwartung auf 2% – Russland bleibt Sorgenkind

Konjunktur-


Der Bundesverband der Deutschen Industrie hebt die Wachstums-Erwartung auf 2 Prozent an. Mehr Optimismus nach dem ersten Quartal 2015, aber dennoch mit sorgenvollem Blick gen Russland. Die Sanktionen bescherten u.a. dem Weltkonzern Siemens einen massiven Umsatzeinbruch.

Steigerungen

Niedriger Ölpreis, schwacher Euro und hoher Privatkonsum seien Konjunkturmotoren 2015

Industrieverband ist optimistischer als Bundesregierung

Die Aussichten für die deutsche Wirtschaft stehen gar nicht so schlecht und das Wachstum werde im Jahr 2015 höher ausfallen als noch zum Jahresanfang eingeschätzt, so der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI). Gefallene Ölpreise, der abgeschwächte Euro und der florierende Privatkonsum seien die Hauptantriebe für die diesjährige Konjunktur, so der BDI-Präsident Ulrich Grillo zu Handelsblatt (Montagsausgabe). Statt von den im Januar eingeschätzten 1,5 Prozent Wachstum geht der BDI nun von 2 Prozent Plus bis zum Jahresende aus.

Das vom BDI kalkulierte Plus in der Wirtschaft ist optimistischer als die Einschätzung der Bundesregierung, die nach wie vor von einem Wirtschaftswachstum von 1,5 Prozent ausgeht. Dennoch liegen auch 2 Prozent unter dem erwarteten Wert von 3,5 Prozent für die globale Wirtschaft. Der Industrieverband setzt für die deutsche Wirtschaft vor allem auf Impulse aus Indien, während die Handelsbeziehungen mit Brasilien und Russland eher auf Stagnation deuten.

Die Handelssanktionen gegen Russland bescherten z.B. dem Weltkonzern Siemens einen Umsatzeinbruch um rund 50 Prozent auf dem russischen Markt. Das Russland-Geschäft ist allgemein stark eingebrochen, unseres ist etwa um die Hälfte zurückgegangen“, so Siemens-Chef Joe Kaeser zu Bild am Sonntag.





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