Bankenpräsident sieht schleichende Enteignung der Sparer

Inflationsgefahr-


Für Sparer und Privatanleger kommen schwere Zeiten zu. Es droht die schleichende Enteignung durch eine steigende Inflation. Was für den Staat eine elegante Entschuldung darstellt, wirkt sich für den Bürger als ein echter Vermögensverlust aus. Eine rechtzeitige Streuung der Vermögenswerte könnte größeren Schaden abwenden.

Der Inflation mit breiter Streuung der Vermögenswerte begegnen

Inflationsgefahr
Schleichende Vermögensenteignung

Der Sparer wird voraussichtlich sein Vermögen schrittweise durch Inflation, bzw. Kaufkraftverlust verlieren. Andreas Schmitz, Präsident des Bundesverbandes deutscher Banken, erklärte im Interview mit Spiegel Online (Freitag), mit welchen Inflationsgefahren er rechnet und wie sich Sparer vorbeugend darauf vorbereiten könnten.

Im Bereich des Immobiliensektors gäbe es zwar einen deutlichen Preisanstieg, aber dies gründe hauptsächlich auf einem Nachholeffekt. In den letzten 20 Jahren wären die Immobilienpreise nicht viel in Bewegung gewesen. Stellte man München den Städten Mailand oder London gegenüber, wäre Deutschland immer noch günstig, erklärte Schmitz. Entfernte man sich jedoch von den deutschen Metropolen um 20 km, so gäbe es so gut wie keine Preissteigerungen.

Trotz der eingesetzten Geldflut wird die Inflation in den nächsten zwei bis drei Jahren kaum über rund 2,5 Prozent hinaus gehen, was bereits in den letzten Jahren festzustellen war, vermutet Schmitz. Danach drohe aber die Inflation, da sich einfach zu viel Geld im Wirtschaftskreislauf befände. „Und für den Staat ist die Geldentwertung die einfachste Möglichkeit, sich zu entschulden. Die Bürger werden dabei schleichend enteignet“, so Schmitz.

Auf das Edelmetall Gold würde Schmitz als Beiwerk zu einer breiten Streuung des Vermögens, z.B. in Immobilien und vom Konjunkturzyklus abgekoppelte internationale Aktienwerte sowie die Anleihen „guter Schuldner“ setzen. Das Besondere und Wertvolle an Gold ist die physische Begrenzung, auch wenn man Gold nicht essen kann und es keine Zinsen abwirft, so der Verbandspräsident. Das Zinsniveau sei derzeit fast bei Null, aus diesem Grund wäre das Halten von Gold nicht mehr so teuer.

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