Bankenkrise: Island kehrt zur Normalität zurück

Euro-„Rettung“ vs. Island-Modell-


Während die „Euroretter“ noch immer nach einem Konzept suchen, wie die Probleme mancher Mitgliedsstaaten zu lösen seien und den Preis dafür den Steuerzahlern möglichst klein aussehen zu lassen, kehrt Island zur Normalität zurück.

Normalisierung: Island hebt weitere Maßnahmen auf

Island
Island fuhr ein eigenes erfolgreiches Programm

In Island stellt sich ein weiteres Stück Normalität ein. Nach der Bankenpleite und die daraus resultierende Finanz- und Staatenkrise ließ die Isländische Regierung drei Kredithäuser in die Insolvenz schlittern. Als zusätzliche Maßnahme wurden Kapitalkontrollen eingeführt, mit dem Ziel, sich weitgehendst vom internationalen Kapitalmarkt abzutrennen. Das Kapital sollte im Land bleiben.

Am Wochenende hob die Isländische Regierung die umfassende Kapitalkontrolle wieder auf, wie Handelsblatt Online berichtete.

Island war einst ein EU-Beitrittskandidat, verlor aber angesichts der Entwicklungen innerhalb der „Europäischen Gruppierung“ das Interesse sehr schnell. Ziemlich genau vor zwei Jahren zog Islands Regierung das EU-Beitrittsgesuch endgültig zurück.

Mit dem eigenen Verfahren, die von Banken ausgelöste Krise zu bewältigen, erholte sich Island im Gegensatz zu den gebeutelten EU-Mitgliedsstaaten wieder sehr schnell. Ein grundlegender Unterschied zur von der EU und den „Euro-Rettern“ angewandten Rezepten ist die Verschonung der Steuerzahler. Island zapfte nicht die Steuergelder der Bürger an, sondern ließ die Banken schlicht Pleite gehen.

Selbst der Internationale Währungsfonds (IWF) ließ sich dazu hinreißen, die rasche Erholung Island als eine „Überraschung“ zu bezeichnen.

Der Nicht-EU-Inselstaat hat sich aus eigener Kraft, ohne „Rettungsgelder“, Steuergelder und die vermeintlichen Hilfen eines IWF, aus der Misere befreit, während die EU-Steuerzahler nach der Zahlung von Milliardenbeträgen für die Rettung von privaten Banken langsam darauf vorbereitet werden, auf die abgeknöpften Gelder zu einem Großteil verzichten zu müssen.


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