Banken geizen mit Kreditvergaben und zocken lieber weiter

Kreditvergabe-


Die Belebung der Konjunktur ist das ausgesprochene Ziel der Geldpolitik durch die EZB. Die Realität zeigt eher die gestiegene Motivation der Banken, das billige Geld in Wettbüros zu tragen, statt es dem Privatsektor mit „etwas“ Aufschlag weiter zu reichen.

Geld verzocken

Das Zocken an den Börsen verspricht höhere Renditen als der Zins für die Kreditvergabe

Unternehmen zeigen mehr Investitionsbereitschaft, doch ohne die Banken

Das „Nehmen aber nicht Geben“ der Banken setzt sich fort. Die Europäische Zentralbank (EZB) schüttet die Kreditinstitute in der Eurozone mit ihrer lockeren Geldpolitik förmlich mit Kapital zu, aber die Weitergabe dieser äußerst dünnflüssigen Liquidität an die Realwirtschaft fällt sehr bescheiden aus.

Die vergebenen Kredite an den Privatsektor sind lt. der EZB im 12-Monats-Vergleich im vergangenen Oktober um -2,1 Prozent zurück gegangen. Ein anhaltender Trend, der sich auch an den reduzierten Kreditvergaben der vergangenen Monate September (-2,0%) und August (-2,1%) abzeichnete.

Eine allgemeine Zurückhaltung bei der Kreditaufnahme durch die Unternehmen kann jedoch nicht der einzige Grund für das reduzierte Volumen sein. Schwache, teils in der Rezession steckende Wirtschaften vermindern augenscheinlich die Investitionsbereitschaft der Firmen. Doch angesichts der Zahlen aus dem 3. Quartal 2013 kann diese These nicht uneingeschränkt stehen gelassen werden.

Die Kreditvergabe im Euroraum ist im Quartal III 2013 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 6,8 Prozent gesunken, nachdem das zweite Quartal bereits einen Rückgang um 4,7 Prozent zurück ging. Gleichzeitig stieg das Investitionsvolumen der Unternehmen jedoch an. Die KfW Bank erklärte diese vermeintliche Diskrepanz mit einer Zunahme der Investitionen aus eigenen Mitteln.

Es ist offensichtlich, dass die Banken die EZB-Geldschwemme mit offenen Armen in Empfang nehmen und diese für sämtliche Zwecke verwenden, jedoch kaum für die Kreditvergabe an den Privatsektor. So wie es eigentlich von der EZB (offiziell) angedacht wurde. Es gilt schließlich die Konjunktur zu beleben. Die Aktienkurse, und Börsenwerte zeichnen es ab, wohin das frisch gedruckte und billige Geld der Notenbank fließt. In die „Wettbüros“ der Handelsplätze.

Ein einfaches Spiel. Mit der zusätzlichen Liquidität können Wertpapiere und weitere an den Börsen gehandelte Werte großzügig eingekauft werden. Das treibt den Börsenwert steil nach oben. Die selbst generierten Gewinne sind vorprogrammiert, ebenso die Bildung einer gigantischen Blase. Letztendlich steckt hinter den Aktienkursen kein realer Wert, lediglich das Abbild einer massiv erhöhten Nachfrage, ermöglicht durch das Drucken von Geld.

Die Geldpolitik der EZB heizt das „heitere Zocken“ der Banken noch weiter ein. Platzt die Blase, muss für die entstandenen Verluste jemand aufkommen. An der Bankenunion wird ohnehin schon fieberhaft gearbeitet, um die Haftung der Sparer und Steuerzahler noch rechtzeitig unter Dach und Fach zu bringen.

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