Banken Betrug: Tochter der BoA wurde schuldig gesprochen

Bankenskandale-


Nicht jede Bank kommt für ihre Fehlverhalten einfach ungeschoren davon. Hoher öffentlicher Druck und die Finanzstärke der Betrogenen bereiten so manchen Kreditinstitute Unbehagen. Die meisten Fälle enden in einem Geschachere um den Freikauf-Preis, auch Vergleich genannt. Eine Tochter der Bank of America bekam es jedoch mit dem Richter zu tun.

Hypotheken

Wieder stehen in einem Banken Betrugsfall faule Hypotheken im Mittelpunkt

Der übliche Weg: Betrügen – Verhandeln – Freikaufen

Von der Vergangenheit eingeholt. Die vor der Finanzkrise vorgenommenen krummen Geschäfte mancher Kreditinstitute bleiben nicht ungesühnt. Zumindest nicht die Fälle, bei denen sich die Übervorteilten nicht einfach ihrem Schicksal ergeben haben.

Die Aufsichtsbehörden einiger Länder nahmen bereits zahlreiche Geldhäuser aus den verschiedensten Gründen ins Visier. Am Ende steht in der Regel ein Vergleich an, bei dem die Bank mit einem Bußgeld ihre nachträgliche Reue zeigen darf und die Behörden von ausgleichender Gerechtigkeit sprechen. Ein solcher Vergleich entspricht eigentlich einem Freikauf nach dem Geschachere um den Preis.

Die bereits erwiesenen wie auch mutmaßlichen Fälle erstrecken sich von Manipulationen am Referrenzzinssatz Libor, über Einflussnahmen am Devisenmarkt, bis hin zum Handel mit hochbrisanten Wertpapieren. Sämtliche unsauberen Geschäfte haben gemein, dass sie weder aus „Versehen“, noch aus unglücklichen Umständen, noch wider besseres Wissens durchgeführt wurden, sondern im „bestem Wissen und Ungewissen“ mit Vorsatz.

Offensichtlich mit einem hohen Anteil an Skrupellosigkeit ging auch eine Tochter der Bank of America vor, als sie noch vor dem Finanzcrash die US-Firmen Freddie Mac und Fannie Mae, beide im Immobiliensektor als Finanzierer tätig, mit dem Verkauf fauler Hypothekenpapiere über den Tisch gezogen hatte. Der Fall landete vor Gericht und am Mittwoch hatte die New Yorker Jury die Bank of America zu den Vorwürfen für schuldig gesprochen. Die Wertpapiere bestanden aus einem ganzen Pool von Hypotheken und zahlreiche Einzelposten seien faul gewesen, wie Handelsblatt Online (Donnerstag) berichtete. Nun liege es am Richter, wie hoch die Strafe für die Tochter der Bank of America ausfallen wird.

Offenbar sollte der angehäufte Berg fauler Immobilien-Kredite im Haus abgetragen werden. Zuvor vergab das Kreditinstitut zahlreiche Hauskredite mit äußerst lockeren Vorgaben. So wurden neue Wertpapier-Pools entwickelt, in denen die Bank die explosiven Hypotheken „hübsch verpackt“ beimengte.

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