Bail-In Regelung soll in EU in Windeseile durchgezogen werden

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Windeseile ist geboten. Die großen EU-Mitgliedsstaaten sollen innerhalb von nur zwei Monaten nationales Recht zur Bail-In-Regelung umsetzen. Offenbar steht der Bankensektor alles andere als auf stabilisierten Sockeln. Die Sparer sollen schleunigst die Risiken mittragen.

Eurokrise

Euro- und Finanzkrise brennt im Untergrund lichterloh. Sparer sollen schleunigst die Risiken tragen

Umsetzung Bail-In Regelung soll in Windeseile durchgezogen werden

Brent es unter der schönen Decke der halbwegs gemeisterten Eurokrise in Wirklichkeit lichterloh? Es ist relativ still um die Bankenkrise geworden. Im Rahmen des erneut aufgeflammten Griechenland-Desasters begnügte man sich anfänglich mit der Erwähnung, der Bankensektor sei nicht mehr so anfällig wie noch vor wenigen Jahren. Man sei nun gerüstet. Im Zuge der Auseinandersetzungen zwischen Athen und den Gläubiger stellte sich allerdings heraus, dass eine Griechenlandpleite alles andere als verträglich ist. Die Europäische Zentralbank (EZB) akzeptiert Griechenland-Anleihen nicht mehr als Sicherheiten, schraubt aber für die Kreditinstitute das Volumen der Notkredite (ELA) permanent nach oben.

Offensichtlich sehr hintergründig und im Verborgenen – die großen Medien üben sich in Zurückhaltung – sollen sich nun die großen Euro-Mitgliedsstaaten tunlichst dahinterklemmen, innerhalb von nur zwei Monaten eine nationale Gesetzgebung für den Bail-In umzusetzen. Damit sollen die Gläubiger von Banken, also Sparer und Aktionäre, in eine Bankenpleite mit einbezogen werden. Derzeit gilt innerhalb der EU noch die „Sicherheitsgrenze“ von 100.000,- Euro pro Konto. Allerdings wäre die vermeintlich unantastbare Betragsgrenze mit wenigen Federstrichen zu korrigieren.

Zu den großen Mitgliedsstaaten zählen lt. Krisenvorsorge.com u.a. Frankreich und Italien. Beide Länder sind wirtschaftliche Großkaliber und deren Entwicklungen in der Industrieproduktion glänzen nicht gerade. Im April 2015 gingen die Produktionszahlen in beiden Ländern zurück.

Wie schnell und flexibel neue Regelungen eingeführt und bisherige „Gesetze“ ignoriert werden können, zeigte das „Musterbeispiel“ Zypern. Über Nacht wurden die Konten gesperrt und ganz nebenbei die Einlagengarantie für Beträge bis 100.000 Euro „versehentlich“ außer Acht gelassen. Die entscheidende Eurogruppe (Finanzminister der Euro-Mitgliedsländer) besann sich zu dieser EU-weiten Regelung erst nach massiven internationalen Protesten zurück.

Eine geforderte Umsetzung nationaler Gesetze innerhalb von 2 Monaten suggeriert Brand-Eile.



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