Außenhandel deutsche Wirtschaft stagnierte im Mai 2023

Konjunktur –


Der Außenhandel der deutschen Wirtschaft ging im Mai 2023 zurück. Exporte und Importe stagnierten. Doch das Verhältnis driftete erneut in Richtung ausgeweiteten Kapitalexports.

Rückläufiges Außenhandelsvolumen im Mai 2023

Exportgeschäft

Der deutsche Außenhandel exportiert wieder anteilig mehr Kapital

Der Außenhandel der deutschen Wirtschaft stagnierte im Mai 2023 und dies auch noch deutlich „unausgewogen“. Während die Exporte gegenüber dem April 2023 um 0,1 Prozent sanken, sind die Importe um 1,7 Prozent angestiegen (jeweils kalender- und saisonbereinigt). Gegenüber dem Vorjahres-Mai lagen die Exporte um 0,7 Prozent und die Importe um 8,6 Prozent niedriger, so Destatis. Unterm Strich ist damit auf Jahressicht die Schieflage zwischen Ausfuhr- und Einfuhr-Volumen um ein weiteres Stück ausgebaut worden.

Die im Mai 2023 exportierten Waren nahmen ein Volumen in Höhe von 130,5 Milliarden Euro ein. Die Importe betrugen im gleichen Zeitraum 116,1 Milliarden Euro. Somit lag der Handelsbilanzüberschuss im Mai 2023 bei 14,4 Milliarden Euro. Im Vormonat lag der Überschuss an exportieren Waren bei 16,5 Milliarden Euro. Im Mai 2022 lag der „Überschuss“ bei 4,4 Milliarden Euro. Somit lag der Kapitalexport im Mai 2023 um rund das Dreifache höher als ein Jahr zuvor.

Der Außenhandel mit EU und Eurozone

In die EU exportierte im Mai 2023 die deutsche Wirtschaft Waren zu einem Preis von 70,3 Milliarden Euro. Gleichzeitig wurden Waren für 61,6 Milliarden Euro eingeführt. Gegenüber dem Vormonat sanken die Exporte in die EU um 1,5 Prozent und die Importe stiegen um 3,5 Prozent an. Der Anteil der exportierten Waren in die Euroländer betrug 49,2 Milliarden Euro und damit um 1,6 Prozent weniger als im April 2023. Der Import betrug 41,0 Milliarden Euro und damit um 4,5 Prozent mehr.

Der Außenhandel mit Drittstaaten

Die in Drittstaaten (nicht EU-Länder) exportierten Waren nahmen ein Volumen von 60,2 Milliarden Euro ein. Der Preis für die importierten Waren betrug 54,5 Milliarden Euro. Damit lagen die Exporte gegenüber dem April 2023 um 1,5 Prozent höher und die Importe um 0,3 Prozent niedriger.

Wie gewöhnlich waren als Drittländer die größten Abnehmer der deutschen Erzeugnisse die USA, allerdings mit einem Rückschritt um 3,6 Prozent gegenüber dem April 2023. Das Exportvolumen in die Staaten betrug im Mai 2023 12,7 Milliarden Euro. Nach China wurden um 1,6 Prozent mehr Waren exportiert, insgesamt für 8,6 Milliarden Euro. Gen Vereinigtes Königreich gingen 6,4 Milliarden Exportvolumen und damit um 5,8 Prozent mehr als im April.

Die größten Lieferanten

Ebenfalls wie gewöhnlich war China der größte Lieferant für die deutschen Importe. Im Mai lieferte China Waren für 13,3 Milliarden Euro nach Deutschland und damit um 2,7 Prozent mehr als im April.
Die Importe aus den USA sanken lt. Destatis um 5,7 Prozent auf 7,6 Milliarden Euro, wobei die Importe aus UK um 15,3 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro zunahmen.

Handel mit Russland schrumpft weiter

Die in die Russische Föderation exportierten Waren nahmen im Mai 2023 ein Volumen von 0,7 Milliarden Euro ein und damit um 7,4 Prozent weniger als im April. Gegenüber dem Vorjahres-Mai lag das Exportvolumen um 34,4 Prozent niedriger. Auf umgekehrten Wege erreichten die deutsche Wirtschaft Waren aus Russland im Volumen von 0,3 Milliarden Euro, um 17,3 Prozent weniger als im April und um 92,6 Prozent weniger als im Mai 2022.

Die nominalen Außenhandelsvolumen

Ohne Kalender- und Saisonbereinigung exportierte die deutsche Wirtschaft im Mai 2023 Waren mit einem Volumen von 130,6 Milliarden Euro und importierte Waren mit einem Volumen von 117,2 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahres-Mai lagen die Exporte um 4,0 Prozent und die Importe um 10,6 Prozent niedriger. Der unbereinigte Handelsbilanzüberschuss betrug im Mai 2023 13,4 Milliarden Euro, gegenüber 4,9 Milliarden Euro im Mai 2022. Trotz des etwas „beruhigten“ Handels ist der anteilige Kapitalexport im Verhältnis deutlich angestiegen.

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