Aufstockung Goldvorräte: Notenbanken kauften kräftig ein

Rohstoff Gold-


Die Notenbanken haben sich vom Gold-Crash im April nicht beeindrucken lassen, sondern fanden sichtlich darin eine Motivation, ihre Devisenreserven durch die Zukäufe des gelben Edelmetalls noch weiter auszuweiten.

Griechenlands Notenbank ist ein fleißiger Gold-Käufer

Goldvorräte
Zentralbanken Asiens sind größte Goldkäufer

In zahlreichen Ländern sind die Zentralbanken nach wie vor sehr rege dabei, ihre Goldvorräte mit neuen Zuläufen aufzustocken. Einige Notenbanken legten sogar einen höheren Gang ein und kaufen das gelbe Edelmetall im erhöhten Tempo. Vorne mit dabei sind die Zentralbanken in Aserbaidschan, Kasachstan, Türkei, Russland und besonders interessant, Griechenland. Mit dem vergangenen April stockten diese Notenbanken die Devisenreserven bereits im siebten Monat in Folge massiv auf. Russlands Goldbestände sind lt. zerohedge auf Basis der Datenbestände des Internationalen Währungsfonds (IWF) auf 990 Tonnen angestiegen. Die Türkei erhöhte die Goldvorräte im April um 18,2 Tonnen und lagert derzeit 125,5 Tonnen des begehrten Rohstoffs.

Die Notenbank des hoch verschuldeten Griechenlands ist lt. IWF bei der Erweiterung der Geldreserven in Form von Feingold ebenfalls sehr aktiv bei der Sache, bereits im vierten Monat in Folge. Woher jedoch das notwendige Kapital des am Tropf der EU-Rettungsfonds hängende Eurolandes stammt, bleibt unbeantwortet. Offenbar finden die gezahlten Rettungsmilliarden aus den Steuergeldern der EU-Bürger eine facettenreiche Verwendung.

Der Gold-Crash im April hat die Notenbanken überhaupt nicht beeindruckt. Im Gegenteil. Die Zukäufe wurden sogar noch beschleunigt. Offenbar aufgrund des niedrigen Preises und mit der relativen Gewissheit, dass der Goldkurs nicht noch weiter abstürzen wird, sondern die Reserve zu einem späteren Zeitpunkt ihren Zweck erfüllen wird. Im vergangenen Jahr legten die Zentralbanken nach den Daten des World Gold Councils ihren Goldbeständen weitere 534,6 Tonnen oben drauf.

Zum Abschluss der vorherigen Woche legte Gold am Freitag um rund 5 US-Dollar pro Feinunze zu und notierte bei 1.390,25 Dollar. Die massiven Aufkäufe physischen Goldes, unterstützt durch die hohe Nachfrage von Kleinanlegern, stemmen sich gegen die dem Kurs kontraproduktiven Abflüsse der ETF-Papiere. In die „Schattenwelt“ der Gold-Derivate, die lediglich auf Lieferversprechungen basieren und einem jeden Emittenten „das Genick brechen“ könnten, falls eine große Anzahl der Anleger auf eine Lieferung besteht (Prinzip Banken-Run), tritt so langsam der Lichtschimmer des physischen Goldes. Die Differenzierung, womöglich eine zeitnahe Trennung, zwischen Papier-Gold und realem Gold, ist offenbar im vollen Gange.

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Bild: tarifometer24.com

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