Athens Wirtschafts-Professoren: Schuldenschnitt ist unvermeidlich

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Wer die These verbreitete, Griechenland wäre nach 2014 auf keine weiteren Hilfen mehr angewiesen und ein Schuldenschnitt sei überhaupt nicht notwendig, verfehle die Realität. Wirtschafts-Professoren in Athen bezeichneten jegliche Wünsche nach einem genesenden Griechenland als reine Illusionen.

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Keine Alternativen: Schuldenschnitt und / oder weitere Milliarden

Ein Team von Professoren hält einen weiteren Schuldenerlass für Griechenland als unvermeidbar. Die eigene Tragfähigkeit des Landes bis zum Jahr 2022 sei nicht zu schaffen. Schulden müssten umstrukturiert werden und in der Praxis bedeutet dies weitere Hilfsmilliarden oder ein Schuldenschnitt.

Griechenlands Wachstumsaussichten für die noch folgenden Jahre seien zu schwach, um in den Finanzmärkten wieder auf eigenen Beinen stehen zu können. Eine Schuldentragfähigkeit bis 2022 sei unrealistisch, so die Einschätzung der Athener Haushaltsweisen lt. Handelsblatt Online (Mittwoch).

Das Gremium betonte, dass im nächsten Jahr das derzeit noch laufende zweite Hilfsprogramm für Griechenland beendet sein wird. Die Regierung werde danach weitere Hilfskredite von den anderen Euro-Ländern anfordern müssen. Die Rückkehr an die Märkte nach 2014 sei eine „Illusion“. Die Griechenlands Schulden und weitere einmalige Bedürfnisse können aus eigener Kraft nicht bedient werden.

In anderen Worten bezeichnete die Aussage des Professoren-Teams jeden Politiker als einen „Illusionisten“, der Griechenland Anfang 2015 bereits als erholt genug ansieht, um auf weitere Hilfen von Außen verzichten zu können. Vor wenigen Tagen wiederholte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) die Ablehnung der Bundesregierung, in der Eurozone Bonds einzuführen. Darüber hinaus müsse „wahrscheinlich“ Mitte 2014 darüber gesprochen werden, ob Griechenland überhaupt ein weiteres Hilfsprogramm benötige. Das Gerede um einen Schuldenschnitt sei bereits der Wahl „Unsinn“ gewesen und das gelte auch heute noch.

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