Ärgernis für Brüssel? EU-Bürger horten mehr Bargeld

Bargeld Hortung-


Die Bürger in der Europäischen Union besinnen sich offenbar zum Bargeld zurück und kehren den Sparbüchern verstärkt den Rücken. Das Vertrauen in die Banken sinkt, Geld wird unterm Kopfkissen eingelagert und Brüssel wird dürfte dem Treiben mit Sicherheit nicht einfach tatenlos zusehen wollen.

Geld weg von Konten, direkt bar unters Kopfkissen

Bargeld
Nur Bares ist Wahres - Bürger horten mehr

Treffen zum Argwohn der „Eurokraten“ zwei gegensätzliche Entwicklungen aufeinander? Auf der einen Seite soll das „elektronische“ Geld per Buchungen von und auf die Konten schrittweise das Bargeld ersetzen und auf der anderen Seite befinden sich die EU-Bewohner, die offensichtlich eine neue „Liebe“ zum „anfassbaren“ Geld entwickelten.

Die EU-Kommission erklärte das Girokonto „für Jedermann“ zu einem gewünschten Ziel und will für alle EU-Bürger das Konto als ein Grundrecht erklären.

Rund 30 Millionen Menschen in der EU besäßen kein eigenes Konto und wären damit vom elektronischen Zahlungsweg abgeschnitten. Anders herum könnte man auch sagen, die Menschen ohne ein Girokonto wären dazu gezwungen das „unbequeme“ Bargeld anzunehmen, damit zu bezahlen oder es schlicht aufzubewahren. Letzteres könnte den Funktionären Kopfschmerzen bereiten, gemäß der Absicht, das Bargeld einst völlig aus dem Verkehr ziehen zu wollen. Die Tendenzen zu einem völlig bargeldlosen Zahlungsverkehr sind in Schweden besonders gut zu beobachten.

Der mit einer Bargeldabschaffung erlangte „rein hypothetische“ Vorteil läge auf der Hand. Jede Zahlung, jegliche Überweisung und alle Gutschriften könnten auf die Minute genau zu Sinn und Zweck, der Absender, der Empfänger und ggfs. auch der Ort nachvollzogen werden. Ein Traum-Zustand im „Kampf gegen den Terror“, letztendlich wird diese Argumentationskeule noch lange ein Top-Favorit bleiben.

EU-Bürger horten offenbar Bargeld unterm Kopfkissen
Wenn jeglicher Zahlungsverkehr ausschließlich per Chip-Karte und PC-Knopfdruck ausgeführt wird, wäre das Bargeld tatsächlich überflüssig. Dennoch scheinen die Menschen innerhalb der EU gerade jetzt besonders viel Bargeld in „Beschlag“ zu nehmen, statt es „brav“ auf das Sparbuch zu legen.

Ein scheinbares Paradoxon zwischen dem in den letzten Jahren stark angestiegenen Einsatz von Kredit- oder EC-Karten und der ebenfalls stark angestiegenen Anzahl der im Umlauf befindlichen Geldscheine bzw. -münzen ließe sich sehr schnell aufklären, wenn in den Haushalten der EU unter die Matratzen geblickt werden würde.

Innerhalb des Euro-Raums (ER17) befinden sich rund 15,2 Milliarden Banknoten im Umlauf und würden einem Nominalwert von über 896 Milliarden Euro entsprechen. Seit der Einführung des Euros im Jahr 2002 ist das Bargeldvolumen um rund 150 Prozent angestiegen, wie welt.de (Samstag) berichtete. Mit der „Verteilung“ der zum 02. Mai 2013 neu eingeführten 5-Euro-Scheine, wird es vorübergehend zu einem weiteren Ansteigen der Bargeldmenge kommen.

Rund 600 Millionen Geldpapierscheine haben eine violette Farbe und repräsentieren den „Gegenwert“ von 500,- Euro. Dieser Geldschein ist im April wiederholt in den Mittelpunkt gerückt, da über
dessen Abschaffung in der Europäischen Zentralbank (EZB) bereits laut nachgedacht wird. – Purer Zufall? – Laut welt.de wäre die Menge der 500-er Scheine besonders nach der Pleite der US-Bank Lehman Brothers sprunghaft angestiegen und würde derzeit mitten in einem Boom stecken. Nach dem Zusammenbruch des Goldman-Kontrahenten im Jahr 2008 wäre der Gesamtwert aller in Umlauf befindlichen Geldscheine innerhalb weniger Wochen um rund 35 Milliarden Euro angestiegen. Davon entfielen zwei Drittel auf den lila 500-er.

Die Menschen scheinen schlicht verstärkt Bargeld „zu bunkern“, weil ihnen sichtlich ebenso logisch das Vertrauen in die Banken abhanden gekommen ist. Eine Entwicklung die den Befürwortern der Bargeldabschaffung so ganz und gar nicht schmecken dürfte. In wie weit der nun geäußerte „Generalverdacht“, der 500-Euro-Schein befände sich zu rund 90 Prozent in den Händen von Verbrechern, Gaunern, Syndikaten oder „gewöhnlichen Steuerhinterziehen“, zutreffend ist, oder wiederum ein Argumentations-Karnickel aus dem Zylinder gezaubert wurde, sei dahin gestellt. Das Einstampfen mit der „größten Einheit“ könnte ggfs. der Anfang sein. Immerhin stellt der 200-er ebenfalls eine relativ hohe Einheit dar.

Es könnten somit verstärkte Anstrengungen vorgenommen werden, um das Bargeld aus der „freien Wildbahn“ in die Gehege der Konten zu treiben. Das Guthaben auf den Anlege- und Girokonten würde anschwellen und der Zugriff von „Dritter Hand“ wäre unendlich leichter. Die Bürger und Anleger auf Zypern haben bereits ihre ersten Erfahrungen sammeln dürfen, ebenso wie die Eurokraten in Brüssel. Deren etwas missratene Premiere der Anleger-(Teil-) Enteignung ist nach dem ersten Leugnen zum „Blaupausen-Vorwurf“ inzwischen zu einem Standard-Programm für kommende Bankenrettung erklärt worden.

Alleine die Tatsache, dass den „Euro-Rettern“ Milliarden durch die Lappen gehen könnten, nur weil die Bürger ihr Geld unters Kopfkissen statt auf das Schafott legen, lässt die Schrittweise Rückführung von Bargeld als nur logisch erscheinen. Eine Abschaffung des 500-er Scheines, um den „Kriminellen eines auszuwischen“ sowie das erklärte „soziale Grundrecht“ zum Besitz eines Kontos, klingen geradezu unwiderstehlich.

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