Arbeitsplätze in Automobilbranche wieder im Aufwärtstrend

Industrie-


Die Automobilbranche ist eines der größte Arbeitgeber im gesamten Bundesgebiet. Rund 800.000 Arbeitnehmer waren 2015 im Bereich Kraftfahrzeuge beschäftigt. Nach der krisenbedingten Durststrecke befindet sich der Industriezweig wieder im Aufwärtstrend.

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Automobilindustrie und Bundesregierung – Enge Kooperation in der Politik

Jeder siebte Industrie-Arbeiter ist in der Automobilbranche

In der Automobilbranche fanden seit dem Jahr 2005 rund 50.000 Menschen einen neuen Arbeitsplatz. Der Rückgang der Beschäftigtenzahl in den Jahren 2009 und 2010 erwies sich als eine temporäre Erscheinung. Es geht wieder aufwärts, so das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW).

Im vergangenen Jahr waren ca. 800.000 Menschen in der Automobilbranche beschäftigt. Die Arbeitsplätze wurden von 949 Unternehmen gestellt. In 91 Betrieben für Kraftwagen oder Motoren waren lt. IW 460.000 Menschen tätig. Rund 300.000 Arbeitnehmer arbeiteten bei 681 Zulieferfirmen. 177 Unternehmen beschäftigten 33.000 Arbeitnehmer und produzierten Karosserien, Anhänger und Aufbauten.

Rund jeder siebte Arbeitnehmer im Industriezweig ist entweder für einen Autohersteller oder einen Zulieferer tätig, insg. 5,4 Millionen Menschen.

Der Zuwachs der Beschäftigten war in den Jahren 1995 bis 2004 mit einem Plus von mehr als 30 Prozent besonders ausgeprägt. Die Produzenten von Automobilen stockten die Arbeitsplätze um 11 Prozent auf. Die Entwicklung war in den anschließenden Jahren jedoch deutlich ausgebremst. Zwischen 2005 und 2015 schufen die Zulieferfirmen rund 4 Prozent und die Automobilhersteller rund 6 Prozent mehr Arbeitsstellen.

Die nach Mitte der 1990-er Jahre eingesetzte große Welle des Outsourcings ist abgeebbt, so IW. Ab 2005 verlief die Entwicklung im Beschäftigten-Aufbau zwischen Automobilherstellern und Zulieferern nahezu parallel. Dennoch betrug der Vorleistungsanteil zuletzt 78 Prozent. Im Jahr 1995 betrug der Anteil noch 64 Prozent.

Mitgestaltung der Bundespolitik ist offensichtlich

Angesichts der großen Beschäftigtenzahl in der Automobilbranche ist das „Mitsprachrecht“ der Autohersteller in den Geschicken der Bundes-Politik nicht verwunderlich. Hier wirkt die inzwischen abgedroschene Keule „Arbeitsplatz-Sicherung“ noch besonders stark. So ist es auch keine Überraschung, dass das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) der Deutschen Umwelthilfe e.V. die VW-Akte offenbar auf Wunsch des Automobilherstellers in vollständig geschwärzter Form „zur Einsicht“ übersandte.

Das Kraftfahrt-Bundesamt ist dem Bundesverkehrsministerium unterstellt und damit müsste Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) eigentlich eine plausible Erklärung für die „Vergaukelung“ der Öffentlichkeit parat haben. Die engen Mitgestaltungsrechte der Automobilindustrie in der Bundespolitik wollen aber lieber im Untergrund gehalten werden.

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