Arbeitslosenzahl stieg im Juli 2018 an – Nur saisonelle Gründe

Konjunktur-


Die Zahl der Arbeitslosen lag im Juli 2018 höher als im Vormonat. Dies habe jedoch nur saisonelle Gründe. Nach „Bereinigung“ von Saisoneffekten sinke die Zahl der Arbeitslosen auf einen niedrigeren Wert.

Nach Saisonbereinigung lag Arbeitslosenzahl niedriger

1-Euro-Job
Wenn Zahlen nicht passen, wird bereinigt

Die Arbeitslosenzahl im Bundesgebiet ist im Juli 2018 gestiegen. Allerdings sei dieser Anstieg gegenüber dem Vormonat lediglich der Saison geschuldet, so das Bundesarbeitsministerium (BMAS) am Dienstag. Die meisten Ausbildungen werden in der jährlichen Sommerpause abgeschlossen und Einstellungen in der Regel auf einen späteren Zeitpunkt verlegt. Nach „Bereinigung“ von diesen Saisoneffekten sehe die Lage wieder besser aus, denn Saisonbereinigt lag die Arbeitslosenzahl im Juli unter der Anzahl im Vormonat. Ein Nebeneffekt dieser Bereinigung sei, dass auch die Zahl der Menschen in Unterbeschäftigung absinke.

Demnach seien im Juli 2018 gegenüber dem Vorjahr rund 190.000 Menschen weniger arbeitslos und mehr als 240.000 Menschen weniger in der Unterbeschäftigung gewesen. Mit Stand Juni 2018 beziffert BMAS rund 580.000 mehr Erwerbstätige als ein Jahr zuvor. Das Plus bei den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung betrug im Mai rund 746.000 Menschen und somit 32,9 Millionen.

Das Bundesarbeitsministerium bezeichnet die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt nach wie vor als gut. Aufgrund der „schwächeren weltwirtschaftlichen Impulse“ wachse die deutsche Wirtschaft jedoch etwas langsamer. Der Fachkräftemangel halte jedoch an und bleibe deshalb ein Thema. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) schlug eine „Qualifizierungsoffensive“ vor, mit der Menschen eine Weiterbildung für die „gewünschte und für sie passende Stelle“ erhalten können.


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