Anzahl der Zuwanderer in die BRD erreichte 2015 Rekordwert

Migranten-Krise-


Die Anzahl der Zuwanderer in das Gebiet der Bundesrepublik erreichte im Jahr 2015 einen neuen Rekordwert. Der Deal mit der Türkei scheint den Zuwanderungsstrom aus Syrien einzuschränken, doch die Kurden stehen bereits in den Startlöchern.

Refugees

Eine Verminderung der Zuwanderung ist kaum zu erwarten. Eher nur ein Strukturwandel

In Griechenland soll der Status „Flüchtling“ festgestellt werden

Im Jahr 2015 wanderten rund 2 Millionen Menschen in das Gebiet der Bundesrepublik. Im selben Zeitraum zogen ca. 860.000 Menschen ab. Unterm Strich lag die Zuwanderung somit bei 1,14 Millionen Menschen, so das Statistische Bundesamt (Destatis) am Montag.

Die Anzahl der Zuwanderung in die BRD erreicht im Jahr 2015 einen neuen Höhepunkt. Ein Jahr zuvor lag die Netto-Anzahl der Immigranten bei 577.000. Die Steigerung der Zuwanderung betrug damit knapp 50 Prozent.

Der größte Teil der Zuwanderer bestand bis zum Jahr 2014 aus Wanderbewegungen innerhalb der EU und teils mit dem Ziel von nur vorübergehenden Aufenthalten, so Destatis. Im vergangenen Jahr habe jedoch eine Überlagerung durch „Schutzsuchende“ stattgefunden.

Fragwürdiger „Flüchtlings-Deal“ mit der Türkei

Die EU hat sich am Wochenende mit der Türkei auf einen Kompromiss einigen können. Demnach soll jeder ab dem 20. März illegal von der Türkei abgereiste und in Griechenland ankommende Migrant in die Türkei zurückgeführt werden. Sollte der Migrant in Griechenland nachweisen können, dass er in der Türkei verfolgt wird, kann er als „anerkannter Flüchtling“ bleiben.

Zusätzlich wurde zwischen Brüssel und Ankara die Übernahme von 72.000 Syrern vereinbart, die sich derzeit in der Türkei aufhalten. Es steht allerdings noch offen, welche EU-Länder die Syrer in welcher Anzahl aufnehmen. Die EU-Administration ging den Deal mit der Türkei ein, ohne vorab die Entscheidung der einzelnen EU-Mitglieder abzuwarten. Die Umsiedlung der 72.000 Syrer soll nach dem 04. April beginnen.

Offen ist auch noch die Frage, wie mit den rund 160.000 in Griechenland und Italien festsitzenden Migranten verfahren werden soll. Derzeit wird eine einzige Zahlen-Verschieberei vorgenommen. Für die BRD steht nun zur Diskussion, ob 42.000 Zuwanderer aus Griechenland und Italien aufgenommen werden sollen, oder nur 28.000 falls rund 14.000 Migranten aus der Türkei übernommen werden.

Nach den wiederholt verheerenden Anschlägen in der Türkei kündigte Ankara eine harte Gangart gegen Terroristen an. Vornehmlich stehen die Kurden im Mittelpunkt. Die Definition „politische Verfolgung“ wäre somit gegeben. Eine nächste riesige Welle aus kurdischen Zuwanderern in Richtung EU ist deshalb sehr wahrscheinlich.





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