Anzahl Asylanträge bis Juli 2016 massiv angestiegen

Migrationskrise-


Trotz geschlossener Balkanroute und den ausbleibenden Bildern von massenhaft zuwandernden Menschen hat sich die Anzahl der gestellten Asylanträge in den ersten sieben Monaten des Jahres 2016 massiv erhöht. Alleine im Juli gingen gut 74.400 Anträge ein.

Zuwanderstrom reißt nicht ab

Demonstration
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Beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) sind im Juli 2016 insgesamt 74.454 Anträge auf Asyl eingegangen, so die Behörde am Montag. Im gleichen Zeitraum entschied das BAMF über die Anträge von 53.008 Personen. Im Juli 2015 waren es noch 22.710 Entscheidungen. Die Anzahl der Asylentscheidungen in den ersten sieben Monaten des Jahres 2016 betrug 336.051 und lag damit um 146,3 Prozent höher als im gleichen Vorjahres-Zeitraum.

Für 16.579 Personen wurde die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach der Genfer Flüchlingskonvention zugesprochen. Der Anteil lag mit 31,3 Prozent fast bei einem Drittel aller gestellten Asylanträge.

Von den gut 74.450 im Juli 2016 gestellten Asylanträgen ergingen 22.574 von Syrern, 16.229 von Afghanen, 9.175 von Irakern und 3.640 von Iranern. Bei 1.292 Angtragstellern gilt das Herkunftsland als „ungeklärt“.

Seit März 2016 gilt die sog. Balkan-Route als geschlossen. Die Bilder von anströmenden Flüchtlingen und Migranten wie im vergangenen Jahr bleiben weitgehend aus. Die Verdoppelung zugewanderten Menschen vom Jahresanfang bis Ende Juli wirft die Frage über die neu „ergründeten Wege“ auf.


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