Anleger zeigen mehr Vertrauen im Bestand des Euros

Konjunktur Europa-


Die Zweifler am Bestand der Gemeinschaftswährung Euro haben sich deutlich dezimiert. Nach dem aktuellen sentix-Euro Breakup-Index Ende Januar 2013 ging die Anzahl der Anleger, die an einem Euro-Bruch glauben, auf lediglich 17,2% zurück.

Entspannung auf weiter Europa-Ebene

Konjunktur Europa
sentix EBI weist auf entspannte Eurokrise hin

Der von sentix ins Leben gerufene Index zum „Euro-Bruch“ beschreibt einen wiederholten Rückgang und ist zum Ende Januar auf 17,15% gefallen. Damit rutschte der Wert zum sechsten Mal in Folge nach unten und landet deutlich unter der 20%-Marke.

In der ersten Januar-Woche lag lt. dem sentix-Euro Breakup-Index (EBI) die Wahrscheinlichkeit für ein Auseinanderbrechen der Eurozone bei 25%. Mit dem Abrutsch auf knapp 17,2% wird seit Einführung des Indikators im Juni 2012 ein der bisher niedrigste Wert erreicht. Der bisherige Höchststand, bei dem die Befragten zu 73% daran glaubten, dass dem Euro ein jähes Ende bevorstünde, wurde bereits im Juli 2012 erreicht.

Griechenland nach wie vor an der „negativen“ Spitze
Unter den zwischen dem 24.01. und 26.01.2013 befragten 956 Anlegern gilt Griechenland noch immer als der Hauptkandidat, der innerhalb des Jahres die Währungsgemeinschaft verlassen könnte. Dennoch ist die Anzahl der Investoren, die nach wie vor an einem Ausstieg der Hellenen glauben, mit wachsender Geschwindigkeit abgesunken. Im Dezember wurde der sog. „Grexit“ noch von 22,5% der Anleger erwartet. Mit dem aktuellen Breakup-Index sank der Wert auf 13,9%. Noch im vergangenen November glaubte mit 30% fast jeder Dritte an einem Abschied Griechenlands aus der Euro-Gemeinschaft.

Der EBI für das mit Griechenland wirtschaftlich eng verknüpfte Zypern sank trotz der aufgeflammten Diskussion um notwendige Hilfskredite um 2 Punkte auf 7,5%. Weitere Südländer mit nennenswerten einem nennenswerten Index sind Portugal (1,5%) und Spanien (1,4%), wogegen die Werte für Italien mit 0,6% und Irland mit 0,3% eigentlich vernachlässigbar sind.

Kleines „Misstrauens-Votum“ gegen Deutschland
Während die Anleger innerhalb der Krisenländern offensichtlich eine klare Entspannung erkennen, stieg dagegen der EBI für Deutschland mit 1,8% zum ersten Mal höher als die Werte für Spanien und Portugal. Dennoch sieht sentix ein Ausscheiden Deutschlands eher unrealistisch an, da besonders die privaten Anleger bei den Umfragen eher langsamer reagierten und den EBI nach oben trieben. Absolut gesehen wäre der Breakup-Index für Deutschland derart gering, dass ein Verlassen Deutschlands aus der Eurozone als kaum realistisch erschiene.

Renditeaufschläge auf Staatsanleihen zu hoch
Die Zinssätze für Staatspapiere, insbesondere für die Papiere Griechenlands, sind zwar deutlich gesunken, aber dennoch hält sentix die Aufschläge als noch zu hoch. Eine mögliche Begründung könne in den augenblicklich noch für viele institutionelle Investoren geltenden Beschränkungen zu finden sein.

Offensichtlich bleibt das Vertrauen der Anleger in die Gemeinschaftswährung mindestens erhalten, denn neben dem klaren Bekenntnis der Europäischen Zentralbank (EZB) für den Euro sorgten auch die positiven Signale der Welt-Konjunktur für mehr Optimismus.

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