Angst vor Rezession in Deutschland steigt an

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Die realen Umstände der deutschen Wirtschaft haben offensichtlich auch die „gefühlte Einschätzung“ der Bundesbürger erreicht. Fast jeder Zweite Bürger in der Bundesrepublik sieht eine Wirtschaftskrise innerhalb seiner nächsten Umgebung im Anmarsch.

Bundesbürger fürchten Wirtschaftskrise in Deutschland

Rezession Deutschland
Angst vor Rezession in Deutschland

Das Meinungsforschungsinstitut YouGov hat im Auftrag der BILD eine repräsentative Umfrage unter 1.052 wahlberechtigten Bundesbürgern durchgeführt. Das Ergebnis spiegelt die Einschätzung zwischen dem 23. und 25. Juli wieder und wird von BILD in der Freitagsausgabe veröffentlicht. Demnach sehen mit 49% der Befragten Deutschland noch vor Jahresende von einer Wirtschaftskrise getroffen, welches schwerwiegende Folgen auf die Arbeitslosenquote haben wird.

Optimismus zeigen dagegen noch 37% der befragten Bundesbürger und 14% wissen ihre Einschätzung nicht eindeutig auszurichten.

Realtität der Euro-Krise überflügelt politisches Wunschreden

Tritt inzwischen eine erhöhte Aufmerksamkeit bei den deutschen Bundesbürgern auf? Die Umfrage fand noch vor der „heilsversprechenden“ Botschaft des EZB-Chefs Mario Draghi statt, „mit allen Mitteln gegen den Euro-Zerfall antreten zu wollen“, aber von einer beruhigenden Wirkung seiner Worte auf die Verbraucher und Privatanleger kann nicht ausgegangen werden. Die Investoren, Spekulanten und „Berufs-Zocker“ sind sichtlich ergriffen, dem Bürger hingegen dürfte der verbale Zuckerwürfel aus Brüssel eher kalt lassen.

Die Angst vor einer Rezession sowie die Befürchtung, das „Euro-Zonen-System“ könnte über die Freizügigkeit der Bundesregierung einen allumfassenden Zugriff auf das persönliche Hab und Gut erlangen, greift bereits seit Wochen um sich. Die Abkehr von Sparanlagen mangels Vertrauen in Banken und System bei gleichzeitiger Hinwendung zu Sachwerten, wie Immobilien, Wertgegenständen, Edelmetallen und sogar landwirtschaftliche Anbauflächen, sind unmißverständliche Handlungen der Bundesbürger.

Die aus Berlin und Brüssel entspringenden gebetsmühlenartige Wiederholungen und Beschwichtigungen zu zweifelhaften Handlungen und Fakten verlieren an Kraft und Glaubwürdigkeit. Spätestens wenn der für Deutschland „stets vorteilhafte Euro“ sich auf den Konten der Sparer sichtbar aufzulösen beginnt, wird so manch fantasievoll errichtetes Kartenhaus in sich zusammen stürzen. Allerdings dürfte es für die Meisten dann zu spät sein, um seine notdürftig zusammengekratzten Spargroschen in Sicherheit zu bringen.

Die Veröffentlichung der pessimistischen Entwicklungen innerhalb der Bevölkerung in einer auflagenstarken Zeitung kann durchaus als ein positives Signal gewertet werden.

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