Analysten-Einschätzungen: Wiederholte Bruchlandung der Experten

Analysten & Experten-


„Fremde Mächte“ scheinen am Werke zu sein, wenn die Fakten und Tatsachen nicht so eintreffen, wie sie von Analysten und Experten prophezeit wurden. Anders lässt sich nicht erklären, warum deren Einschätzungen nach wie vor so gefragt sind und (fataler Weise) noch darauf reagiert wird.

Munteres Experten- und Analysten-Raten

Analysten
So wird es kommen - vielleicht - oder auch nicht

Der Dienstag wird wieder als ein Tag enden, an dem die zahlreichen Analysten und Experten in Finanz- und Wirtschaftsfragen eines Besseren belehrt worden sind. Zahlreiche vorweg abgegebene Schätzungen, Erwartungen und Prognosen gingen wieder einmal reihenweise nicht auf und die Märkte reagierten auch noch auf die „enttäuschten Gesichter“.

So veröffentlichte heute das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) – die Bezeichnung spricht für sich – die „ZEW-Konjunkturerwartungen“ im Mai 2013 für die kommenden 6 Monate. Zur Erfassung der Erwartungen wurden z.B. zwischen dem 29.04. und 13.05.2013 insg. 251 Analysten zu deren Einschätzungen befragt. Zu den Antwortkategorien zählen u.a. die Entwicklungen der Zinsen, die erwartete Inflationsrate, Konjunkturerwartungen, Aktienkurse, Kurse der Devisen und Rohstoffpreise. Kurz gefasst, die Finanzmärkte an der Börse.

Lt. der jüngsten Einschätzung aller vom ZEW befragten Börsenexperten bewegte sich der Indikator gegenüber der April-Umfrage lediglich um 0,1 Punkte in Richtung Optimismus. Ein Wert der offensichtlich „so nicht erwartet wurde“, die Konjunkturdaten für die deutsche Wirtschaft als überwiegend positiv eingeschätzt wurde und der ZEW-Index dennoch nicht von der Stelle käme. Für den zurückhaltenden Optimismus der „Börsianer“ kann das ZEW sichtlich keine richtige Erklärung finden. Letztendlich gibt es einen Erklärungsansatz: „Ein Grund könnte darin liegen, dass die Konjunkturlage in der Eurozone weiterhin schlecht ist. Die Zinssenkung der EZB passt in dieses Bild“.

Aktive an den Börsen scheinen den ZEW-Index durchaus im Auge zu behalten, denn lt. Handelsblatt Online (Dienstag) reagierte der Devisenmarkt prompt auf den ZEW-Index, der schwächer
als erwartet“ ausfiel.
Gleichzeitig legte in der Eurozone die Industrieproduktion deutlicher zu „als prognostiziert„.

Ökononmen sollen die Analysen der Experten prognostizieren

Die vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung befragten Analysten konnte den Mai-Index lediglich von 36,3 auf 36,4 steigern. Der Finanzdienstleister Bloomberg befragte Volkswirte, wie hoch sie diesen ZEW-Index einschätzten. Diese erwarteten einen Index-Wert von 40. Die gleichen Ökonomen wurden auch nach deren Prognosen zur Industrieproduktion in der Eurozone befragt. Das Europäische Statistikamt (Eurostat) meldete einen Anstieg um 1% und somit doppelt so hoch wie die Volkswirte schätzten.

Um bei der Darstellungsweise von Statistiken zu bleiben, könnte auch festgestellt werden, dass die Realität gegenüber dem „Glauben“ der Experten um 100% daneben gelegen ist.

Tarifometer24.com – Tarife – News – Meinungen

Schreibe einen Kommentar

Wir benutzen Cookies für die Verbesserung der Nutzerfreundlichkeit. Durch Ihren Besuch stimmen Sie dem zu.