AMS: Zuwanderer sind akademisch höher gebildet als Österreicher

Arbeitsmarkt-


Millionen von Flüchtlingen strömen auf die Arbeitsmärkte in Deutschland und Österreich zu. Während sich IW Köln eher skeptisch zur vermeintlich einfachen Integration äußerte, zeigte sich Österreichs Arbeitsmarktservice viel zuversichtlicher. Demnach besitzen die Zuwanderer eine höhere akademische Bildung als Österreichs Bürger.

Analysen

Österreichs Arbeitsmarkt wird von einem Zustrom aus Akademikern beglückt

Skeptisches IW und euphorischer AMS

Die Integration in Gesellschaft und Arbeitsmarkt der zahlreichen Zuwanderer ist eines der größten Herausforderungen, vor die Deutschland und auch Österreich gestellt sind. Auf den ersten Blick scheint aber die Situation in Österreich weitaus weniger brisant zu sein als in Deutschland. Österreichs „Arbeitsamt“ (Arbeitsmarktservice – AMS) will herausgefunden haben, dass die Zuwanderer einen höheren Bildungsgrad als die Österreicher besitzen.

Die Integration der Zuwanderer aus Syrien, Afghanistan, Irak, Libyen und weiteren Ländern im Nahen Osten und Nordafrika in die Arbeitsmärkte Deutschland und Österreich gelingt um so reibungsloser, je höher das Ausbildungs-Niveau der Menschen ist.

Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) kalkuliert mit rund 1,1 Millionen im Jahr 2015 nach Deutschland eingereisten Menschen. Dazu kommen die Menschen aus der EU, die in Deutschland ebenfalls eine Stelle suchen. Im Jahr 2016 dürften rund 600.000 und im Jahr 2017 ca. 500.000 Flüchtlinge ankommen. Die im Jahr 2015 eingewanderten Flüchtlinge dürften anteilig zu 60 Prozent anerkannt werden. Die folgenden Immigranten anteilig zu 80 Prozent.

IW Köln rechnet damit, dass 70 Prozent der Flüchtlinge im erwerbsfähigen Alter sind. Die Erwerbsquote wird vom Institut auf 80 Prozent geschätzt. Das Erwerbspotenzial werde daher im Jahr 2016 rund 470.000 Menschen umfassen, von denen ca. 370.000 dem Arbeitsmarkt tatsächlich zur Verfügung stehen. Im Jahr 2017 werden weitere 370.000 Menschen und ihre Arbeitskraft hinzukommen. Unterm Strich kommen auf den deutschen Arbeitsmarkt für die Jahre 2015 bis 2017 rund 880.000 Flüchtlinge zu.

„Schon jetzt stehen aber 1,2 Millionen Arbeitslosen, die einen einfachen Job suchen, lediglich 110.000 gemeldete offene Stellen gegenüber. Für Flüchtlinge sind das keine guten Aussichten“, so IW Köln. Gemäß den Erfahrungswerten aus Schweden, werde von den im Jahr 2015 zugewanderten Menschen vorerst lediglich jeder Fünfte einen Job finden.

Die Akademiker bleiben offenbar gerne in Österreich

Ginge es nach dem österreichischen Arbeitsmarktservice, haben die Flüchtlinge in Österreich bessere Aussichten. Nach einem durchgeführten „Kompetenzcheck“ kam der AMS zum Ergebnis, dass die Flüchtlinge im akademischen Bereich anteilig ein höheres Bildungsniveau mitbringen, als es die österreichischen Bürger hätten. Rund 90 Prozent der am Kompetenzcheck teilgenommenen Zuwanderer aus dem Iran besitzen eine Ausbildung, die über die Pflichtschule hinausgehe. Bei den Syrern liege der Anteil bei rund 70 Prozent.

40 Prozent der iranischen Flüchtlinge verfügten über einen Studienabschluss und dieser Wert liege höher als in Österreich (15 Prozent).


Papier ist sehr geduldig…





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